Samstag, 26. Mai 2012

Eine andere Art der Farbstrickerei.

Vor ein paar Tagen lag ein neues Buch im Briefkasten, Flerfärgstickning med lyfta maskor von Madelaine Jansson und Lotta Bengtson.
Die beiden betreiben gemeinsam das Blog 2stickare, hier können Interessierte auch das kleine Buch bestellen.



Es beschreibt eine Methode des mehrfarbigen Strickens, bei der jeweils nur mit einer Farbe pro Reihe gearbeitet wird, die Maschen der jeweiligen Schmuckfarbe werden dabei einfach ungestrickt abgehoben. 


Die Fertigung einiger, meist kleiner Strickstücke wird beschrieben, seinen größeren Nutzen hat das kleine Buch aber eher durch seine Mustersammlung.




Ich denke, die Anweisungen für diese Musterlappen kann man auch ohne Schwedischkenntnisse verstehen, nachdem man sich die Seite mit den  wenigen Abkürzungen, die im Verlauf der einfachen Strickbeschreibungen vorkommen, z.B. per Internet übersetzt hat. 

Es hat jedenfalls sehr viel Spaß gemacht, die Sache an einem ersten Probelappen mit verschiedenen Mustern auszuprobieren und ich wünschte, ich hätte diese Methode schon gekannt als ich mir vor Jahren meine Stiefelstrümpfe gestrickt habe.



Wenn man einmal begriffen hat, wie die Sache funktioniert, ist es auch leicht möglich eigene Muster mit abgehobenen Maschen zu erarbeiten.

 

Sonntag, 20. Mai 2012

Fertig!


Nun ist der Wingshawl schon seit mehreren Tagen fertig, aber ich hatte nie genug Zeit, ihn zu posten.


 

Mir gefällt er jetzt ganz gut und ich freue mich, dass er groß genug geworden ist, schließlich hatte ich nur ein 100 g Knäuel  des Farbverlaufgarns. 



Die lange Seite misst 140 cm und die Spitze 65 cm, das ist absolut ausreichend für ein wärmendes Dreieckstuch. 
Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 3, das Blau und die grünen Randpartien sind mit 4-fädiger Sockenwolle von Regia gearbeitet, insgesamt wiegt das Tuch 245 g.



Donnerstag, 10. Mai 2012

Loppisfynd

Letzten Samstag haben wir mit unserer letzten großen Baumaßnahme im Haus begonnen.
Im Dachgeschoss soll ein vorhandenes zweites Zmmer renoviert und dabei vergrößert werden.
Dabei fiel jede Menge Müll an, den wir gestern zur Kippe gefahren haben, da wir dadurch schon fast in Hultsfred waren, haben wir die Gelegeheit genutzt unseren ersten Flohmarktbesuch des Jahres zu machen.
Bei Stegen, einem kommunal organisierten Loppis, bin ich gleich fündig geworden.




Eine kleine Garnwinde, etwas Leinengarn, Texolvlitzen ein nagelneues Schiffchen und eine alte Ausgabe von Lisa Trotzigs Buch Band, alles für kleines Geld.
Da ich aus Deutschland zwei kleine Webstühle mitgebracht habe, sind das Dinge, die ich gut gebrauchen kann.




Donnerstag, 3. Mai 2012

Angekommen




Nach einer langen aber guten und ruhigen Fahrt sind wir am letzten Sonntag am frühen Abend in Virserum angekommen und zu unserer großen Freude war wieder einmal alles im und ums  Haus in bester Ordnung.


 

In diesem Jahr waren wir sogar früh genug da, um uns am nächsten Tag am Feuer beim Valborgsmässoafton, dem Walpugisabend,  zu wärmen.





 Wir freuen uns jetzt darauf, wieder einmal den zweiten Frühling des Jahres zu erleben. Die Natur ist hier noch recht weit zurück, während in Deutschland, selbst bei uns im Harzvorland, Büsche und Bäume schon grün erschienen und die ersten  Frühlingsblumen schon verblühten, sind viele Bäume hier noch kahl.




 Aber so haben Buschwindröschen, Leberblümchen und Scharbockskraut, Scilla und Primeln genug Licht, um voll zu erblühen. Das ganze Waldgrundstück ist übersät mit diesen Frühblühern.













Auch auf dem Grundstück am Fluss blüht schon so einiges, obwohl die Ufer noch sehr kahl aussehen.

  


Aber es gibt viele Traubenhyazinthen  



und überall  haben sich Stiefmütterchen selbst ausgesät.







Und der Wingshawl ist während der Reise ganz schön gewachsen und erscheint als weiterer Farbklecks.






Samstag, 28. April 2012

Wingshawl

Jetzt habe ich den aufgeribbelten Teil der Wolle neu verstrickt, und auch die rot-orangefarbenen Bereiche sind dabei. Das hier wird sicher nicht mein Lieblingstuch, ich bin aber zufriedener mit der Farbverteilung als beim Baktus, der ohne das "Zwischenblau" getrickt war.




Mal sehen, wie es sich entwickelt, morgen geht es endlich nach Schweden und ich werde im Auto und auf der Fähre viel Zeit haben an dem Wingshawl zu weiterzuarbeiten.




Dienstag, 24. April 2012

Die Küche





Weil die Wasser- und die Abwasserleitungen durch die Küche verlaufen, mußten die alten Einbauten abgebaut und der Fußboden an vielen Stellen für das Verlegen der neuen Leitungen aufgerissen werden und wir konnten erst nach der Fertigstellung des Badezimmers diesen Raum renovieren.








Nach den Installationsarbeiten in der Küche konnten wir den Fußboden wieder schließen. Wahrscheinlich in den sechziger Jahren war ein WC unter der Treppe eingebaut worden, dabei war der alte Holzfußboden schon einmal aufgerissen und zum Teil durch neue Bretter ersetzt worden. Wie in allen Räumen hatten wir auch in der Küche Linoleum auf den Holzböden vorgefunden und da diese alle sehr abgetreten und in sehr schlechtem Zustand waren, haben wir uns entschlossen im ganzen Haus Spanplatten und Laminat darüber zu verlegen.



Der Umbau vollzog sich dann in etwa drei Schritten, zuerst bauten wir die vorhandenen Schränke von der provisorischen Küche im Wohnzimmer auf. Die Küche ergonomisch zu möblieren ist nicht so einfach, der Raum hat drei Türen und eine Fensterwand und der Holzofen hat natürlich seinen festen Standort durch den Kamin.



Neben dem alten Ofen sollte später der Elektroherd stehen, die Nische hinter dem Kühlschrank sollte noch verkleidet werden. Hier unter der Treppe war die alte Toilette gewesen und hier lag auch ein Abluftrohr, dass für den Dunstabzug nutzbar werden würde.




An der  Wand zum Wohnzimmer war eine größere Arbeitsfläche vorgesehen.



Unter dem Fenster zum Gang fehlen hier  noch die Schränke.




Die Spüle kam an die Wand zum Bad, um Energieverluste bei der Warmwasserbereitung zu vermeiden.
Elektrisch gekocht habe ich anfangs noch im Gang außerhalb der eigentlichen Küche.




Im zweiten Schritt der Küchenrenovierung habe ich tapeziert und die Wände hinter der Spüle und den Herden gekachelt, durch Möbelzukäufe fanden weitere Umwandlungen statt.




Hier sind die Schränke noch ohne Türen, wir haben einfache Ikea-Küchenschränke umgebaut und an die bestehenden Platzverhältnisse angepasst  die Türen, die ja auch noch verändert werden mußten, wurden erst später fertig.



Mein erster Elektroherd ist immerhin schon eingebaut. Ich habe ihn nur ein Jahr benutzt und mir dann einen anderen gekauft, da ich den Backwagen, den mein Herd in Deutschland hat, schmerzlichst vermißte.



Für den Platz unter dem Gangfenster haben wir flachere Küchenschränke gekauft und diese dann noch um die oberste Schublade gekürzt, damit die Schränke nicht über die Fensterunterkante hinausragen.




Als Arbeitsfläche ist diese Stelle wegen der zu geringen Höhe der Schränke ungeeignet, als Tee- und Kaffebar aber gut nutzbar und die entstandene Stufe in der Ecke eignet sich sehr gut als Platz für die Küchenmaschine.



Mit dieser Anordnung konnte man schon ganz gut wirtschaften. Aber wir hatten ja in der Küche das Problem, dass sie durch den Gang zur Hintertür kein direktes Licht hatte und doch etwas dunkel war.
Um das zu ändern hat mein Mann ein Dachfenster in den Teil der Küche eingebaut, der zum Anbau gehört.







Das war im Herbst 2009  unsere letzte Baumaßnahme, bevor es wieder nach Deutschland ging.

Nun ein Rundgang durch die Küche, wie ich sie vorfinden werde, wenn wir nächste Woche in Virserum ankommen werden.



Die Lücke links neben dem Kühl- und Gefrierschrank ist geschlossen durch einen Wandschrank, der von der Frühstücksecke im Nebenzimmer aus zu öffnen ist. Mein neuer Herd ist eingebaut, darüber eine einfache Dunstabzugshaube, die wir auf der ganzen Wandlänge verkleidet haben, über dem Küchenofen ist ein Gitterrost angebracht, so dass sich die Hitze nicht staut.




Über der Arbeitsfläche sind mittlerweile offene Regale angebracht, die Teile des Geschirrs aufnehmen.




Es fehlen jetzt noch zwei Einbauten:  der linke Unterschrank, hier werden wir einen Wagen bauen, der die Front der Schränke fortsetzt aber ganz herausgezogen werden kann. Das ist nötig, da sich hier im Boden die Serviceöffnung für das Ablassen des Wassers aus den Leitungen befindet, an die wir ja vor jedem Winter herankommen müssen, um das Haus frostsicher zu machen. Und rechts in der Ecke wird noch ein Schrank eingebaut werden, der küchenseitig optisch die Lücke schließt, aber vom Gang aus zugänglich sein wird.





Auch über der Küchenspüle gibt es jetzt ein Regal mit Lichtleisten.









Ein Blick ins nach Osten gelegene Nebenzimmer mit Frühstücksecke, hier haben wir die Tür entfernt, um auch noch einmal mehr Lichteinfall zu bekommen.




Montag, 23. April 2012

UFO fertiggestellt !



Die lange Fahrt ins Rheinland hatte noch einen weiteren positiven Nebeneffekt, ich konnte endlich ein unvollendetes Objekt zu Ende bringen. Nichts ist nerviger als ein einsamer Socken, über ein Jahr lang konnte ich mich nicht dazu aufraffen den zweiten auch nur anzufangen. 
Anfang 2011 habe ich mir das Buch Viking Patterns for Knitting von Elsebeth Lavold gekauft, um ihre Art der Verzopfung einmal auszuprobieren, bin ich auf die Idee verfallen, erst einmal etwas kleines, ein Paar Socken zu stricken.
Ich wollte die Harald socks  aber aus normaler dünner, 4-fädiger Wolle arbeiten in einem "runensteinmäßigen" Granitgrau. Irgendwie war es eine wahnsinnige Fummelei, die fünf Nadeln des Nadelspiels und dann die Zopfnadel und dann die dauernden Verkreuzungen und als der Schaft endlich fertig war, verfiel ich auch noch auf die Idee, den Fuß mit linken Maschen zu stricken, so "kettenhemdmäßig-mittelalterlich". Als der erste Socken fertig war, fehlte mir jede Lust, den zweiten anzufangen. 


Später habe ich dann die Weste Inggun nach Lavold gestrickt und hatte keinerlei Probleme damit, also dachte ich, mit dieser Erfahrung wird die Sockenstrickerei doch jetzt ein Kinderspiel und kurz nach Ostern habe ich die Maschen für den zweiten Strumpf angeschlagen. Ich kann nur sagen, ich mußte mich wirklich zwingen dranzubleiben, es war genauso fummelig, wie ich es in Erinnerung hatte. Den linksmaschigen Fuß habe ich dann auf der Fahrt im Auto gestrickt und endlich ist das Paar vollständig.