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Mittwoch, 30. August 2017

Seezeichen

Viele schwedische Küstenorte, wie  Västervik, Oskarshamn und Kalmar, schmücken sich im Stadtinneren mit Seezeichen, um ihren maritimen Charakter zu unterstreichen.


In den Butiken gibt es kleine Modelle der sog. prickar zu kaufen und auch uns gefielen sie so gut, dass mein Mann schon vor längerer Zeit die obigen drei Dekostücke gefertigt hat.


Jetzt habe ich versucht, diese einfachen geometrischen Formen als Damastgewebe darzustellen. Die Seezeichen sollen eine Borte an einem kleinen Gästehandtuch bilden.
Leider habe ich nicht mehr genug Kette auf meinem Damastwebstuhl, um alle Formen zu weben, das kann aber ja dann mit einer neuen Kette nachgeholt werden.


Die kleine Flickenweberei macht mir im Moment so viel Spaß, dass ich auch in Deutschland einen meiner Miniwebstühle dafür eingerichtet habe.


Mein Strickprojekt, die zweite Auflage der Geilsk-Weste, habe ich auch schon lange nicht mehr gezeigt, ich habe aber regelmäßig daran gearbeitet und gestern habe ich das rechte Vorderteil angefangen.




Freitag, 14. April 2017

Schalparade

Heute morgen war das Wetter so schön, dass ich meine fertigen Schals im Garten  fotografiert habe.


Zuerst den bunten Wollschal, der auf dem Webrahmen entstanden ist.


Dann die beiden Baumwollschals aus der Väv  2 / 2010. Weil ich beim ersten Schal Abstandshalter über die ganze Webbreite eingelegt hatte, konnte ich das erwünschte Muster nicht erzielen. Est als ich den Tipp bekam, die beiden Garnlager nicht zu separieren gab es den gewünschten Ikat-Effekt.



Mir gefällt aber der Schal mit den einfachen Quadraten auch sehr gut, das Muster ist nicht so raffiniert, wirkt aber wesentlich ruhiger.



Auf dem Göta-Webstuhl entsteht gerade wieder ein neuer Schal aus Baumwollgarn 16/2 in Kette und Schuss, eingezogen habe ich 12 Fäden pro Zentimeter.


Das Farbverfechtungsmuster stammt ursprünglich aus dem 1907 erschienenen Buch, 
Die färbige Gewebemusterung von Franz Donath.


Ich habe in meinem Webprogramm die verschiedenen Kombinationen von Farbverteilung in Kette und Schuss ausprobiert und mich schließlich für die Variante  unten rechts entschieden.


Mit dem recht feinen Garn ist der Farbeffekt nicht besonders deutlich, bei Gelegenheit will ich das Muster noch einmal mit dickerem Garn ausprobieren.



Und bei der neuen Weste habe ich mittlerweile den ersten Peak erreicht.



Ich wünsche allen schöne, frühlingshafte Ostertage!


Freitag, 31. März 2017

Endlich einsatzbereit.




Das leidige Vernähen - endlich konnte ich mich aufraffen. Dabei gab es bei der Weste gar nicht so viel zu tun, außer dem Vernähen der Fadenansätze mussten nur zwei kleine Nähte unter den Ärmeln geschlossen werden.


Fast ein Jahr hat es gedauert, aber nun kann ich die Weste tragen. Das Garn und das Muster hatte ich mir im letzten April in Dänemark gekauft.


Der Materialmix aus Wolle und Baumwolle ist ideal für das momentane warme Frühlingswetter.


Ich habe die Ärmel etwas kürzer gearbeitet, als es in der Anleitung vorgesehen war und bin mit dieser Lösung sehr zufrieden.


Das Gestrick fällt schön und den einfachen Schnitt mag ich sehr. Zum Glück gibt es das Garn auch in Deutschland und so habe ich es mir direkt noch einmal in schwarz bestellt.


Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob ich wieder die Streifen einarbeiten werde oder einfach nur durchgängig die Linksrippen stricken werde.




Dienstag, 21. März 2017

Fallmaschen - Loop




Als ich neulich in dem uns nächstgelegenen Wollgeschäft war, hing dort ein interessanter Rundschal, dessen Muster komplizierter aussah als es zu stricken war.


Gestrickt war er aus nur einem Knäuel Tinto von Lana Grossa bestehend aus 45 % Alpaca, 40% Wolle und 15 % Nylon, Lauflänge 190 m pro 50 g.


140 Maschen werden mit Nadelstärke 6 angeschlagen und dann strickt man 1 Runde rechts und 1 Runde links.


Das ergibt dann das kraus gestrickte Maschenbild.


Ist die Wolle fast aufgebraucht, beginnt man mit der Abnahmereihe. Die erste Masche wird fallengelassen, dann werden 4 Maschen abgekettet, 5 Luftmaschen gehäkelt und wieder *1 Masche fallengelassen, 5 Luftmaschen gehäkelt und 4 Maschen abgekettet* 
bis alle abgekettet sind und das Garn fürs Abketten und Häkeln hoffentlich gereicht hat.
Weil ich mir nicht so ganz sicher war, hatte ich vorsichtshalber in die Fallmaschen einen "Rettungsfaden" eingezogen.


Sie wären aber wohl nicht von alleine weggelaufen, ich musste die Maschen in den Reihen einzeln auflösen.


Der fertige Coil ist 13 cm breit und hat einen Umfang von 104 cm.






Freitag, 17. Februar 2017

Endspurt



Nun ist es schon fast wieder ein Jahr her, dass ich in Dänemark Garn für die 
Peak Performance - Weste von Geilsk gekauft habe.


Langsam wird das Gestrick aber fertig. Die Ärmel habe ich etwas kürzer gearbeitet als im Original vorgesehen und bald ist das Rückenteil auch so weit, dass ich die Schulternähte zusammen abketten kann.


 Dann fehlt nur noch das Anstricken des kleinen Stehkragens.


Die beiden Baumwollschals habe ich gestern vom Webstuhl abgeschnitten.


Jetzt ist erst einmal Geduld gefordert für das Fransendrehen.



Donnerstag, 19. März 2015

Dreierlei Sockenstrickerei



Meine Frühstückssocken sind fertig geworden.


Ich bezeichne meine Socken während des Strickens gern mit Namen, die darauf hinweisen, wo oder wann sie gestrickt werden. Normalerweise habe ich drei Paar gleichzeitig in Gang. Die Socken, an denen ich immer nach der Zeitungslektüre beim Frühstück stricke, während ich die letzte Tasse Tee trinke, sind also gerade fertig geworden.


Ich liebe Ringelshirts, und kaufe laufend neue, zu denen ich mir dann möglichst bald die passenden Socken stricke. Von morgen an werden also blau und beige beim Frühstück verstrickt. Ich finde, das Arbeiten mit zwei Knäueln ist zu Hause am praktischsten.


Im Auto arbeite ich lieber mit einem einzigen Knäuel. Eigentlich eignen sich da die Printgarne gut, aber irgendwie habe ich kein glückliches Händchen bei der Auswahl. Im Knäuel gefiel mir das Garn sehr gut, gestrickt mag ich es gar nicht, die einfache blockweise Anordnung bei diesen Farben ist mir wirklich zu phantasielos. Für mich sieht das Gestrick so aus, als hätte ich einfach irgendwelche Reste genommen und - egal wie - abgestrickt.


Als Drittes gibt es noch die Beutelsocken für die Handtasche. Hier nehme ich am liebsten 50 g Wollknäuele, damit das Ganze möglichst leicht ist und wenig Platz wegnimmt.
Momentan stricke ich mit einem 35 Jahre alten Garn, Aarlan Arwetta. Man konnte diese Sockenwolle mit 60° heißem Wasser waschen und in jedem Knäuel steckte eine Spule Beilaufgarn für Ferse und Spitze. Ein besseres Strumpfstrickgarn habe ich nie verarbeitet, es war leider lange vom Markt verschwunden aber kürzlich habe ich gehört, dass die dänische Firma Filcolana ein Garn namens Arwetta Classic herstellt. Das will ich bei Gelegenheit unbedingt ausprobieren, auch wenn ich vermute, dass es nicht das Gleiche ist.


Ansonsten bin ich dabei mein eigenes Garn zu machen. Für ein geplantes Gewebe verspinne ich gerade mittelgraue Gotlandschafwolle.


Bei dem schönen Frühlingswetter konnte man das in den letzten Tagen sogar schon draußen machen.




Samstag, 8. November 2014

Läufer und Spültücher

Bevor wir im Sommer einen Kurztripp nach Deutschland gemacht haben, hatte ich Anfang August noch eine neue Kette auf meinen Webstuhl aufgezogen.


Eigentlich sollte daraus ein Ripsläufer entstehen, der weiße Schuss wurde aber von den dunkelblauen Kettanteilen nicht genügend abgedeckt, daher habe ich mich entschlossen den Läufer in einfacher Leinenbindung mit einem sehr dünnen Schussgarn zu weben.


Ich hatte vor einiger Zeit altes, bereits gespultes, sehr dünnes Leinengarn geschenkt bekommen.


In Verbindung mit der Cottolinkette, wurde das Gewebe schön dicht und das dunkle Blau wirkt relativ klar. Der Läufer muss nun noch genäht und gewaschen werden, dazu hatte ich bisher noch keine Lust. 
Ich wollte lieber erst Spültucher weben.
Disktrasor aus reinem Leinen sind momentan in Schweden sehr beliebt.


Die Firma Växbolin verkauft sie mit und ohne passende Handtücher in vielen verschiedenen Farben.
Etliche schwedische Weberinnen, z.B. Mellansyster und Irene von Toras Vävstol
haben schon über ihre selbst hergestellten disktrasor gebloggt und ich selbst habe auch schon Anfang des Jahres einen ersten Webversuch gestartet.
In der letzten VÄV (Nr 3, 2014), gab es gleich zwei Beiträge zum Thema, auf S.18 einen Artikel über die Folkhögskola in Fristad, in der Teilnehmerinnen eines Webkurses verschiedene Bindungen ausprobiert hatten und auf S. 52 eine Webanleitung für diese beiden Tücher.



Also habe ich meinen kleinen Kontermarschwebstuhl mit einer naturfarbenen 16/1 Leinenkette bespannt



und verschiedene Garnreste eingeschossen, 8/1-Leinen, Blångarn und Effekttow sowie 16/1-Leinen, doppelt gespult.


Insgesamt sind so neun Tücher entstanden, zwei Stück hatte ich schon vorher abgeschnitten, gesäumt und gewaschen, um zu testen, ob die gewählte Einstellung stimmt.


Nach der Wäsche sahen die Spültücher sehr krumpelig aus und da meine Kaltmangel in Deutschland steht, musste ich mir etwas anderes einfallen lassen, um die Tücher zu glätten.


Eine einfache Behandlung mit dem Nudelholz auf der Küchenarbeitsplatte hat Wunder gewirkt.


Die noch leicht feuchten Lappen wurden glatt, geschmeidig und glänzend.


Im täglichen Gebrauch lässt sich dieser Zustand natürlich leider nicht aufrechterhalten...


Da die Rückreise bevorstand, wollte ich unbedingt noch eine neue Kette aufziehen, um später in Schweden keinen leeren Webstuhl vorzufinden.


Die dunkelrote Cottolinkette ist für Platzdeckchen in Sålldräll bestimmt.


Das Muster stammt aus der VÄV 3 von 2001, S.18ff, im Schuss verwende ich ebenfalls Cottolin in verschiedenen Rot-, Orange- und Lilatönen.



Zum Schluss noch ein Fortschrittsbericht meiner Strickarbeit. Bei der Isager-Jacke bin ich mittlerweile am zweiten Ärmel angekommen.