Samstag, 14. Januar 2017

Jacke nach dänischem Muster

Vor einiger Zeit habe ich zufällig ein Bild der dänischen Weberin Lisbeth Sulsbrück gesehen, auf dem sie eine Jacke trug, die mir ungeheuer gut gefiel.


Ein paar Monate später habe ich meine Webbuchsammlung aufgestockt mit dem Buch Væv i tiden - 25 år med Væveskolen,  2011 herausgegeben von Lisbeth Tolstrup. 
Das empfehlenswerte Buch enthält eine Reihe von spannenden Geweben, die seit Mitte der 1980er Jahre in der Webschule in Greve, Dänemark, entstanden sind.


Natürlich war ich völlig überrascht, als ich in meinem neuen Buch wieder dem tollen Jackenstoff begegnete. Für viele der Gewebe findet man die Webmuster im Buch, für diesen Stoff aber gab es nur eine Literaturangabe, doch wie der Zufall es nun wollte, hatte ich das entsprechende Buch vor zwei Jahren antiquarisch in Schweden erstanden.


Danske Bondevævninger von Paulli Andersen, herausgegeben 1981, großformatig und 368 Seiten stark. Leider muss ich sagen, dass ich das Potential der kleinen Stoffprobe beim Durchsehen des Buches nicht erkannt habe.


Jetzt galt es nur noch geeignetes Garn zu finden. Für die Kette habe ich über Ebay Restkonen aus der Industrie gekauft, schwarzes und weißes Kammgarn Nm 40/2. 
 


Die Fäden sind sehr fein, haben aber das Schären, das Aufbäumen und den Litzeneinzug bisher ohne Fadenbruch überstanden.



Heute habe ich mit dem Kammeinzug begonnen, Kamm 75/10, 2 Fäden pro Riet.









Samstag, 31. Dezember 2016

Schals mit Ikatwirkung

Schon im Herbst ist dieser Schal fertig geworden, gewebt auf einem einfachen Eitorfer Webrahmen mit einem 40er Kamm.


Das Garn habe ich in einem schwedischen Handarbeitsgeschäft gekauft.


Es ist eine Mischung aus 58% Leinen, 26 % Viscose und 16 % Baumwolle, Scarlett Print by Permin, das 50 g Knäuel hat eine Lauflänge von ca. 150 m.


Ich habe das Printgarn als Kette genutzt und für den Schuss das gleiche Material eingesetzt, aber in einfarbigem Türkis.


Der fertige Schal erzielt dadurch ein bisschen sowas wie einen Ikat-Effekt.


Ganz anders entsteht der Ikat-Effekt bei dem Schal, den ich momentan auf dem kleinen Göta-Webstuhl webe.
Das Muster ist aus der Väv 2 von 2010, Seite 31.


Es ist ein zweifarbiger Kettrips mit relativ großen ungewebten Zwischenräumen. Unter Spannung auf dem Webstuhl ist der Effekt noch nicht zu sehen, aber beim fertigen Schal werden sich die oberen und unteren Lagen der Fäden der ungewebten Partien einander durchdringen und einen flammenartigen Effekt erzeugen. 

Jedenfalls hoffe ich, dass genau das wirklich passiert  :-)




Samstag, 24. Dezember 2016

Weihnachtsgrüße








Fröhliche Weihnachten und ein Glückliches Neues Jahr! 

Merry Christmas and a Happy New Year! 
  
God Jul och Gott Nytt År!

Prettige Kerstdagen en een Gelukkig Nieuwjaar!

 Glædelig Jul og Godt Nytår!

Auguri di buon Natale e felice Nuovo!

God Jul og Godt Nytt År!

Wesołych Świąt i szczęśliwego Nowego Roku! 

Hauskaa Joulua ja Onnellista Uutta Voutta!   

Joyeux Noel et Bonne Annee!
 


  

 

Sonntag, 18. Dezember 2016

Bunter Wollstoff


Ich will mir eine Kimono-Weste nähen und habe dafür einen einfachen Wollstoff gewebt.


Für die Kette habe ich anthrazitfarbene Sockenwolle genutzt, die ich noch in meinem Stash hatte.


Für den Schuss habe ich 200 g Farbverlaufsgarn von Lana Grossa gekauft, Magico II Meilenweit.


Die Wolle ist einfädig und hat eine Lauflänge von 420 m pro 100 g.


Gewebt in einfacher Leinenbindung mit einer Einstellung 40/10.


So sind 2 m leichter Wollstoff entstanden. Ich habe noch 50 g des Kettgarns übrig und will daraus nun noch einen einfarbigen schmalen Streifen für den Kragen weben, dann geht´s ans Nähen.






Donnerstag, 8. Dezember 2016

Fertigstellung



Meine letzte Spültuchserie,


endlich gesäumt,


 von Hand gewaschen,


ausgewrungen


und nach dem Antrocknen durch die Kaltmangel gejagt.





Mittwoch, 30. November 2016

Blending Board

Die Frühjahrsausgabe der Zeitschrift Spin Off mit dem Titelthema Punis war für mich der Auslöser, mir ein Blending Board zu wünschen.


Als wir im August in Deutschland waren, habe ich ein bisschen recherchiert und schnell gemerkt, dass es viel preiswerter werden würde, das Board selber zu bauen, Kardierbeläge wurden in vielen Feinheiten und Größen im Internet angeboten.


Ich habe mich schließlich für ein 30 x 22 cm großes Stück mit einer mittleren Feinheit von 72 ppsi (points per sqaure inch) entschieden, das bei Wald Wolle angeboten wurde.


Im Keller hatten wir noch einen Abschnitt einer alten Küchenarbeitsplatte aus 2 cm starkem, stabverleimten Buchenholz, das die nötige Schwere mitbrachte und nachdem mein Mann aus dem gleichen Material noch den Kiel zugeschnitten hatte, konnte das Auftackern des Kardenbelags beginnen. Wir haben den Belag bisher nicht flächig verleimt, sollte das doch nötig werden, kann man die Klammern ausheben und das Kleben nachholen. Ich wusste nicht, ob Klebechemikalien  möglicherweise das Grundmaterial des Kardierbelags angreifen würden.


Bisher funktioniert das Brett wunderbar, als Unterlage hat sich ein Stück Antirutschfolie für Küchenschubladen als sehr praktisch erwiesen.




Ein Pinsel aus dem Baumarkt und eine Katzenbürste vom schwedischen Loppis sind praktische Helfer beim Bestücken des Blending Boards.




Mit ein Paar dicken Stricknadeln kann ich dann meine Punis aufrollen.
 



Und die ersten Ergebnisse



wurden dann auch gleich versponnen.
 





Samstag, 12. November 2016

Baumwollschal


Das  digitale Archiv Handweaving.net  ist eine wunderbare Quelle für abertausende von Webmustern. Seit einiger Zeit gibt es dort die Möglichkeit, ganze Mustersammlungen für wenig Geld herunterzuladen.



Ich habe jetzt die japanische Mustersammlung Orimono soshiki hen  von 1903 auf meinem Computer und habe im Sommer in Schweden ein erstes Muster daraus ausprobiert.



Gewebt habe ich zwei 40 cm breite Halstücher aus 16/2 Baumwolle, hellgrau in der Kette und hellgrün im Schuss, mit einer Einstellung von 12 Fäden pro Zentimeter.



Das Muster braucht 6 Schäfte und nach einer einfachen Umstellung der Trittfolge ließ es sich sehr flüssig weben. Ich habe mit Breithalter gewebt und um Löcher am Rand zu vermeiden, vorm Einstechen jeweils ein Stück Tesafilm aufgeklebt. Das hat sich gut bewährt, die Webkanten recht schön geworden



Vorder- und Rückseite sind leicht unterschiedlich, auf der einen Seite kommt das Grün, auf der anderen das Grau etwas stärker heraus, diesen Effekt finde ich für einen Schal sehr schön.


Nach der Wäsche bildete das Muster kleine Zöpfchen aus.


Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, der Schal ist weich und fällt gut.