Samstag, 31. Dezember 2016

Schals mit Ikatwirkung

Schon im Herbst ist dieser Schal fertig geworden, gewebt auf einem einfachen Eitorfer Webrahmen mit einem 40er Kamm.


Das Garn habe ich in einem schwedischen Handarbeitsgeschäft gekauft.


Es ist eine Mischung aus 58% Leinen, 26 % Viscose und 16 % Baumwolle, Scarlett Print by Permin, das 50 g Knäuel hat eine Lauflänge von ca. 150 m.


Ich habe das Printgarn als Kette genutzt und für den Schuss das gleiche Material eingesetzt, aber in einfarbigem Türkis.


Der fertige Schal erzielt dadurch ein bisschen sowas wie einen Ikat-Effekt.


Ganz anders entsteht der Ikat-Effekt bei dem Schal, den ich momentan auf dem kleinen Göta-Webstuhl webe.
Das Muster ist aus der Väv 2 von 2010, Seite 31.


Es ist ein zweifarbiger Kettrips mit relativ großen ungewebten Zwischenräumen. Unter Spannung auf dem Webstuhl ist der Effekt noch nicht zu sehen, aber beim fertigen Schal werden sich die oberen und unteren Lagen der Fäden der ungewebten Partien einander durchdringen und einen flammenartigen Effekt erzeugen. 

Jedenfalls hoffe ich, dass genau das wirklich passiert  :-)




Samstag, 24. Dezember 2016

Weihnachtsgrüße








Fröhliche Weihnachten und ein Glückliches Neues Jahr! 

Merry Christmas and a Happy New Year! 
  
God Jul och Gott Nytt År!

Prettige Kerstdagen en een Gelukkig Nieuwjaar!

 Glædelig Jul og Godt Nytår!

Auguri di buon Natale e felice Nuovo!

God Jul og Godt Nytt År!

Wesołych Świąt i szczęśliwego Nowego Roku! 

Hauskaa Joulua ja Onnellista Uutta Voutta!   

Joyeux Noel et Bonne Annee!
 


  

 

Sonntag, 18. Dezember 2016

Bunter Wollstoff


Ich will mir eine Kimono-Weste nähen und habe dafür einen einfachen Wollstoff gewebt.


Für die Kette habe ich anthrazitfarbene Sockenwolle genutzt, die ich noch in meinem Stash hatte.


Für den Schuss habe ich 200 g Farbverlaufsgarn von Lana Grossa gekauft, Magico II Meilenweit.


Die Wolle ist einfädig und hat eine Lauflänge von 420 m pro 100 g.


Gewebt in einfacher Leinenbindung mit einer Einstellung 40/10.


So sind 2 m leichter Wollstoff entstanden. Ich habe noch 50 g des Kettgarns übrig und will daraus nun noch einen einfarbigen schmalen Streifen für den Kragen weben, dann geht´s ans Nähen.






Donnerstag, 8. Dezember 2016

Fertigstellung



Meine letzte Spültuchserie,


endlich gesäumt,


 von Hand gewaschen,


ausgewrungen


und nach dem Antrocknen durch die Kaltmangel gejagt.





Mittwoch, 30. November 2016

Blending Board

Die Frühjahrsausgabe der Zeitschrift Spin Off mit dem Titelthema Punis war für mich der Auslöser, mir ein Blending Board zu wünschen.


Als wir im August in Deutschland waren, habe ich ein bisschen recherchiert und schnell gemerkt, dass es viel preiswerter werden würde, das Board selber zu bauen, Kardierbeläge wurden in vielen Feinheiten und Größen im Internet angeboten.


Ich habe mich schließlich für ein 30 x 22 cm großes Stück mit einer mittleren Feinheit von 72 ppsi (points per sqaure inch) entschieden, das bei Wald Wolle angeboten wurde.


Im Keller hatten wir noch einen Abschnitt einer alten Küchenarbeitsplatte aus 2 cm starkem, stabverleimten Buchenholz, das die nötige Schwere mitbrachte und nachdem mein Mann aus dem gleichen Material noch den Kiel zugeschnitten hatte, konnte das Auftackern des Kardenbelags beginnen. Wir haben den Belag bisher nicht flächig verleimt, sollte das doch nötig werden, kann man die Klammern ausheben und das Kleben nachholen. Ich wusste nicht, ob Klebechemikalien  möglicherweise das Grundmaterial des Kardierbelags angreifen würden.


Bisher funktioniert das Brett wunderbar, als Unterlage hat sich ein Stück Antirutschfolie für Küchenschubladen als sehr praktisch erwiesen.




Ein Pinsel aus dem Baumarkt und eine Katzenbürste vom schwedischen Loppis sind praktische Helfer beim Bestücken des Blending Boards.




Mit ein Paar dicken Stricknadeln kann ich dann meine Punis aufrollen.
 



Und die ersten Ergebnisse



wurden dann auch gleich versponnen.
 





Samstag, 12. November 2016

Baumwollschal


Das  digitale Archiv Handweaving.net  ist eine wunderbare Quelle für abertausende von Webmustern. Seit einiger Zeit gibt es dort die Möglichkeit, ganze Mustersammlungen für wenig Geld herunterzuladen.



Ich habe jetzt die japanische Mustersammlung Orimono soshiki hen  von 1903 auf meinem Computer und habe im Sommer in Schweden ein erstes Muster daraus ausprobiert.



Gewebt habe ich zwei 40 cm breite Halstücher aus 16/2 Baumwolle, hellgrau in der Kette und hellgrün im Schuss, mit einer Einstellung von 12 Fäden pro Zentimeter.



Das Muster braucht 6 Schäfte und nach einer einfachen Umstellung der Trittfolge ließ es sich sehr flüssig weben. Ich habe mit Breithalter gewebt und um Löcher am Rand zu vermeiden, vorm Einstechen jeweils ein Stück Tesafilm aufgeklebt. Das hat sich gut bewährt, die Webkanten recht schön geworden



Vorder- und Rückseite sind leicht unterschiedlich, auf der einen Seite kommt das Grün, auf der anderen das Grau etwas stärker heraus, diesen Effekt finde ich für einen Schal sehr schön.


Nach der Wäsche bildete das Muster kleine Zöpfchen aus.


Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, der Schal ist weich und fällt gut.







Sonntag, 30. Oktober 2016

Umbau des Göta-Webstuhls

Am vergangenen Sonntag fand in der Kunsthalle in Virserum zum zehnten Mal die jährliche Ausstellung Liv och Rörelse statt, bei der sich örtliche Vereine und Interessensgemeinschaften vorstellen
Vor zwei Jahren hat unsere Vävstuga zum gleichen Termin einen Tag der offenen Tür veranstaltet. 
Dieses Mal hatten wir beschlossen, direkt vor Ort einen Stand zu gestalten.


Dabei sollte Gewebtes nicht nur ausgestellt werden, sondern es sollte auch gezeigt werden, wie es entsteht. Außer dem Bandwebstuhl im Vordergrund des oberen Bildes, haben wir in der Vävstuga aber keine transportablen Webstühle.


Wir sind hauptsächlich ausgerüstet mit großen Trittwebstühlen in Webbreiten von 100 bis 150 cm. Aber mein 60er Eitorfer Webrahmen und mein kleiner Göta-Webstuhl waren sowohl für den Transport als auch die Webvorführung bestens geeignet.


Zumindest nach einer kleinen Umbauaktion. Der Webrahmen bekam noch schnell ein Untergestell.


Und dem Göta-Webstuhl hat mein Mann - trotz aufgezogener Kette - jetzt schon Querlatten verpasst. Dieser kleine Umbau hat das Weben mit dem Göta erheblich erleichtert. Eine Webvorführung mit kankelnden und sich verhakelnden Schäften wäre sicher keine gute Idee gewesen.

Für Nachbau-Interssente, hier die Maßzeichnung.



Die neuen Teile sind am hellen Holz erkennbar, das Seitenstück ist mit zwei Schrauben und Flügelmuttern von innen am Rahmengestell befestigt. Jeder Tritt hat zwei weitere Löcher bekommen. 


Zu Hause habe ich mittlerweile die restliche Kette abgewebt.


Viel mehr hätte auch nicht auf den Warenbaum gepasst.






Freitag, 30. September 2016

Der kleine Göta-Webstuhl

Nun habe ich endlich den kleinen Göta-Webstuhl ausprobiert, den ich im Sommer beim Loppis in Oskarshamn erstanden habe.


Da meine geweben Spültücher mittlerweile alle verschenkt sind, will ich neue herstellen.


Nach bewährtem Muster und wieder mit naturbelassenem 16/2 Leinen in der Kette und unterschiedlichen Leinenresten im Schuss.


Anders als die etwas größeren Klappwebstühle von Glimåkra und Inga Askling haben die 60 cm - Modelle keine Querlatten und auch nur je zwei Löcher in den Tritten.


Die Schnüre, mittig an den unteren Schaftstäben befestigt, werden einfach durch einen Ring gezogen und bleiben dadurch in Mittellage.


Das funktioniert zwar, aber nicht so gut, wie ich es mir wünschte. Die Schäfte kankeln leicht und dadurch verhakeln sich die unteren Schaftstäbe ab und an mit den Seitenteilen, was die Fachbildung beeinträchtigt.


Ich weiß, dass einige Weber hier in Schweden die Schäfte dadurch zu stabilisieren versuchen, dass sie sie mit Hilfe von Knopflochgummiband zusätzlich abhängen, ähnlich wie ich es hier beim Damastweben gemacht habe, wo die Maßnahme allerdings eine andere Funktion hat.


Ich werde aber wohl, sobald die Kette abgewebt ist, den kleinen Göta-Webstuhl auch mit Querlatten ausrüsten. 


Auf gleiche Art, wie es hier am Anne-Webstuhl zu sehen ist.



Aber bis dahin sind noch etliche Spültücher abzuweben.

Mittwoch, 28. September 2016

Warmer Winterschal

Zwei Meter lang und 36 Zentimeter breit ist der neue Schal, aber er wiegt gerade mal 60 Gramm.


Gewebt habe ich ihn auf meinem kleinen Webrahmen, mit einem 40er Kamm, also der Einstellung 40 Fäden pro 10 cm.


Das finnische Garn teetee elegant von Tekstiiliteollisuu ist eine Mischung aus 
70 % Kammgarn und 30 % Tussahseide, hat eine Lauflänge von 1000 m pro 100 g und eignet sich wunderbar als Kettgarn.


Für den Schuss habe ich La Perla von Svarta Fåret verwendet, ein Garn aus Mohair, Acryl und Polyamid , das mit feinem hellblauem Glitzer durchzogen ist, was leider auf den Fotos nicht zur Geltung kommt.


Ab und an habe ich zudem -- von beiden Seiten aus - je einen Doppelfaden aus türkisblauem Reflexgarn eingelegt, hatnut safe reflex, Farbe 69.


 Auch der Effekt des Reflexgarns ist fotografisch nicht so einfach darzustellen. 
 

Die beiden geblitzten Bilder geben aber vielleicht einen kleinen Eindruck der Wirkung wider.


Nachdem nun auch die Fransen gedreht sind, ist der Schal fertig für den Einsatz in der nahenden dunklen Jahreszeit.