Posts mit dem Label Bandweben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bandweben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 31. Januar 2016
Stricken - Nähen - Weben
Ein Blog mit dem Titel "Strick17" sollte hin und wieder auch seinem Namen gerecht werden.
Drei Paar Socken sind mittlerweile fertig geworden, die grünen habe ich im Auto gestrickt,
die beiden anderen Paare sind am Frühstückstisch entstanden. Jetzt müssen die Nadeln neu bestückt werden.
Fertig gewebt sind auch die Cottolin Handtücher auf dem Victoria Webstuhl.
Zwei Handtücher habe ich nach dem Muster aus der Mallikerta 3-2015 gewebt, bei einem dritten dann das Muster etwas abgewandelt.
Das Schöne an einem Handhebel-Webstuhl ist es ja, dass man viele verschiedene Muster ausprobieren kann, ohne Änderungen an Tritten vornehmen zu müssen.
So sind dann auch noch zwei Handtücher mit verschiedenen Log-Cabin Muster entstanden.
Schon vor längerer Zeit bin ich sehr günstig an eine einfache Overlock-Maschine gekommen, mit der ich die Schnittkanten meiner gewebten Stoffe versäubern wollte. Bisher hatte ich mir aber noch nie die Zeit genommen, die Maschine auszuprobieren.
Da ich noch nie vorher mit einer Overlock genäht hatte, habe ich mich mit Büchern und im Netz mit Hilfe von Videos erst einmal schlau gemacht. Sehr hilfreich war eine Facebook-Gruppe, die sich mit dem Thema beschäftigt. Dort habe ich auch gelernt, dass meine etwas altmoderne MD 10685, die u.a. über Aldi verkauft wurde, wohl baugleich ist mit der Huskylock 90/34. Es scheint sich aber leider nicht um Husqvarna-Qualität zu handeln, wie ich sie von meiner Haushalts-Nähmaschine gewohnt bin, in der Gruppe wird die MD 10685 anders als ihr Nachfolgemodell MD 14302 eher schlecht beurteilt.
Daher war ich angenehm überrascht, dass sie dennoch - nach der zugegebenermaßen etwas umständlichen Einfädelei - klaglos ihren Dienst tat. Die Naht ist vielleicht nicht 100%ig ausgefallen, ich hatte aber auch keinen Stoff übrig, an dem ich erst mal die optimale Einstellung hätte ausprobieren können. So bin ich doch erst mal recht zufrieden und warte mal ab, wie sich die Maschine desweiteren verhält.
Mit dem Inkle-Loom webe ich nun erst mal ein einfaches schmales Band, um daraus Aufhänger für die Handtücher zu machen.
Freitag, 18. Januar 2013
Bücher zum Thema Bandweben
In früheren Posts habe ich schon zwei ältere Bücher zum Thema Bandweben erwähnt, einmal das schwedischsprachige Band von Liv Trotzig und Astrid Axelsson und später Brettchenweberei von Elisabeth Holzklau.
Bandweben von M.G. van der Schaaf-Broeze entstammt auch meinem alten Fundus, es ist 100 Seiten stark, 1976 bei Hörnemann auf deutsch erschienen und entsprechend seines frühen Erscheinungsdatums enthält es mehr schwarz-weiß Abbildungen als Farbbilder.
Ostpreußische Jostenbänder von Irene Buchert, 2007 erschienen, ist eine 32 Seiten starke Broschüre.
Gewebt wird mit einem Bandwebkamm aber natürlich kann man alle Bänder mit anderen Geräten erstellen.
Bei den hier gezeigten Jostenbändern handelt es sich um reich verzierte Bänder, deren Muster durch ein dickeres Garn, meist Wolle, auf einem Gewebe aus dünneren Fäden entstehen.
Eine wirklich umfassende Mustersammlung auf 175 Seiten, bietet das Buch
The Weaver´s Inkle Pattern Directory von Anne Dixon.
Das spiralgebundene Buch ist 2012 bei Interweave Press erschienen. Auf eine kurze Einführung in die Weberei mit dem Inkle Loom folgen Musterpatronen aller Art und Schwierigkeitsgrade.
Auch das Buchstabenweben wird ausführlich auf insgesamt 17 Seiten behandelt.
Ähnlich umfassend informiert Candance Crocket in Card Weaving über die Technik des Brettchenwebens.
Cardweaving, 141 Seiten stark, ist erstmals 1973 erschienen, die Wiederauflage von 1991 bei Interweave Press ist momentan im Handel noch erhältlich.
Nach einer historischen Einleitung folgt die Einführung in die Technik des Webens.
Das Buch enthält nicht so viele direkte Anleitungen zum Erstellen von Mustern sondern es geht mehr darum die Technik zu verstehen, um so eigene Designs entwickeln zu können.
Komplexe Strukturen und Abschlussarbeiten werden beschrieben, Card Weaving ist damit weitaus mehr als ein einfaches Anleitungsbuch.
Zum Abschluss nun noch etwas ganz Anderes, ein Blick aus meinem Arbeitszimmer, gestern nachmittag aufgenommen, nach Erstellen dieses Posts.
Dienstag, 1. Januar 2013
Buchstaben weben mit dem Inkle Loom
Hier ist mein erster Versuch mit dem Inkle Loom Buchstaben in ein Band zu weben.
Als Material habe ich wieder Cottolin gewählt, die türkisfarbenen Fäden, die die Buchstaben bilden sollen, sind aber aus einem dickeren Material, einem Rest mercerisiertem Baumwollgarn-Strickgarn.
Die Tabelle zeigt mein Einzugschema, sie ist jeweils von links nach rechts zu lesen.
Die Buchstaben sollen von den 9 türkisfarbenen Musterfäden gebildet werden. Webt man nach dem Aufzug an, entsteht eine Art "Streuselmuster".
Um die Buchstaben zu erzeugen, müssen die Musterfäden unterdrückt oder aus der unteren Kettlage nach oben geholt werden.
Hier sieht man die begonnene Arbeit, die Buchstaben stehen auf einem einfarbigen Grund, um diesen zu erzeugen, habe ich die Musterfäden im oberen Teil des Faches mit dem Webmesser selektiert und nach unten gedrückt.
Wenn ich jetzt den Schuss einlege, bekomme ich den gewünschten einfarbigen Gewebehintergrund. dieses Unterdrücken der Musterfäden geht sehr gut und einfach.
Müssen alle Musterfäden für die Buchstabenbildung oben erscheinen, also auch die unteren nach oben gebracht werden, wie hier beim Buchstaben N, wird es etwas kniffeliger, es lohnt sich, gut aufzupassen, dass dabei die dünneren Fäden nicht verdreht werden oder einzelne unbemerkt in der oberen Kettlage landen.
Besonders, wenn man das Oberfach bildet, also den beweglichen Ketteil mit der Hand nach oben drückt, ist es nicht so einfach die Musterfäden hochzuholen, da sie in den Litzen festliegen, bei der Bildung des Unterfaches ist es leichter, weil hier die Musterfäden frei beweglich sind, ich denke, letzteres läßt sich auf dem Bild ganz gut erkennen, die hochgezogenen Fäden "schweben" über den Litzen.
Ziemlich kompliziert kann es werden, wenn in einem Fach einige Musterfäden unterdrückt, andere aber hochgehoben werden müssen, wie z.B. hier beim Buchstaben E.
Das ist recht fummelig und erfordert auch ganz schön Konzentration, ist mit etwas Übung aber sicher leichter zu bewältigen.
Nach dem gleichen Arbeitsschema lässt sich auch ein kleines Muster bilden, dies hier ist schnell und einfach zu weben, da nur die Musterfäden, die jeweils im oberen Kettteil erscheinen selektiert und unterdrückt werden müssen.
Glückliches Neues Jahr!
Mit den beiden Y bin ich allerdings nicht besonders zufrieden, sie können zu leicht mit einem V verwechselt werden. Außerdem ist der Abstand zwischen den Wörtern zu gering bemessen, hier muss ich beim nächsten Versuch mehr als den doppelten Buchstabenabstand nehmen - aber - bisher ist noch kein Meister vom Himmel gefallen...Dienstag, 25. Dezember 2012
Bandweben mit dem Inkle Loom II
Weben
Im vorigen Post habe ich gezeigt, wie die Fäden auf den Inkle Loom aufgezogen werden.
Jetzt will ich den weiteren Ablauf beschreiben.
Bandweben ist eine prima Resteverwertung, meine Kette und mein Schuss sind aus Nialin, Nel 22/2. Das Garn besteht aus 60 % Baumwolle und 40 % Leinen und hat eine Lauflänge von ca. 6.600 m / kg . Es wird gern für das Weben von Handtüchern, Tischläufern und Sets benutzt.
Für mein erstes Band habe ich 45 Fäden aufgespannt, die Tabelle zeigt die Reihenfolge des Einzugs.
Das Weben auf dem Inkle Loom ist denkbar einfach. Die Kette besteht aus zwei Teilen, die Hälfte der Kettfäden wurde beim Schären über das obere Rundholz geführt und mit einer Halblitze versehen, die andere Hälfte wurde unterhalb des oberen Rundholzes gespannt, blieb ohne Litze und dadurch frei beweglich. Wird dieser untere Teil der Kette auf und ab bewegt, entstehen die Fächer in die das Schussgarn eingelegt werden kann.
Das erste Bild zeigt die neutrale Kettfadenstellung.
Wenn ich die Gesamtheit der unteren Kettfäden aus der Neutralstellung mit der Hand tiefer nach unten drücke, öffnet sich ein Unterfach.
Drücke ich die gleichen Fäden dagegen nach oben, bildet sich das Oberfach.
.
Das heißt, das Muster wird durch die Kettfäden gebildet. Beim Fachwechsel "kleben" die eng aneinanderliegenden Fäden gern zusammen, daher sollte vorm Einlegen des Schusses die Kette mit dem Schiffchen geklärt werden.
Ich habe ich ein spezielles Bandwebschiffchen benutzt. Es zeichnet sich dadurch aus, dass die beiden Längskanten unterschiedlich gearbeitet sind.
Die eine Kante ist einfach einfach glattgeschmirgelt,
während die andere auf der ganzen Länge eine scharfe Kante hat. Mit dieser Seite wird der Schussfadens angeschlagen.
Mit der rechten Hand (wenn ich nicht gerade gleichzeitig fotografiere) drücke ich die untere Kette runter. Mit dem Schiffchen in der linken kläre ich erst das Fach und bringe dann das Schiffchen mit dem Schussfaden vollständig durchs Fach, dabei ziehe ich die Kettfäden möglichst gleichmäßig zusammen. Im offenen Fach drücke ich den Schuss gut an und achte darauf, dass die Kante möglichst gleichmäßig wird.
Jetzt drücke ich mit der rechten Hand die unteren Kettfäden hoch, schlage mit dem Schiffchen den eben eingelegten Schuss noch einmal fest und kläre damit auch das neue Fach, dann lege ich den Schussfaden ein, ziehe dabei wieder die Kettfäden zusammen und wiederhole diese beiden Schritte solange sich ein gutes Fach bilden lässt.
Wenn das Fach zu klein wird, löse ich die Schraube am Spannholz und verschiebe einfach vorsichtig die ganze Kette.
Die Litzen werden wieder etwas zurückgeschoben
und die Kette erneut gespannt.
Jetzt kann ich solange weben, bis sich kein Fach mehr bilden läßt. Die ungewebte Restkette wir in der Mitte aufgeschnitten und das Band vom Webgerät abgenommen.
Fertig!
Das erste Bändchen ist 1,30 m lang geworden.
Das erste Bändchen ist 1,30 m lang geworden.
Abonnieren
Posts (Atom)