Dienstag, 24. April 2012

Die Küche





Weil die Wasser- und die Abwasserleitungen durch die Küche verlaufen, mußten die alten Einbauten abgebaut und der Fußboden an vielen Stellen für das Verlegen der neuen Leitungen aufgerissen werden und wir konnten erst nach der Fertigstellung des Badezimmers diesen Raum renovieren.








Nach den Installationsarbeiten in der Küche konnten wir den Fußboden wieder schließen. Wahrscheinlich in den sechziger Jahren war ein WC unter der Treppe eingebaut worden, dabei war der alte Holzfußboden schon einmal aufgerissen und zum Teil durch neue Bretter ersetzt worden. Wie in allen Räumen hatten wir auch in der Küche Linoleum auf den Holzböden vorgefunden und da diese alle sehr abgetreten und in sehr schlechtem Zustand waren, haben wir uns entschlossen im ganzen Haus Spanplatten und Laminat darüber zu verlegen.



Der Umbau vollzog sich dann in etwa drei Schritten, zuerst bauten wir die vorhandenen Schränke von der provisorischen Küche im Wohnzimmer auf. Die Küche ergonomisch zu möblieren ist nicht so einfach, der Raum hat drei Türen und eine Fensterwand und der Holzofen hat natürlich seinen festen Standort durch den Kamin.



Neben dem alten Ofen sollte später der Elektroherd stehen, die Nische hinter dem Kühlschrank sollte noch verkleidet werden. Hier unter der Treppe war die alte Toilette gewesen und hier lag auch ein Abluftrohr, dass für den Dunstabzug nutzbar werden würde.




An der  Wand zum Wohnzimmer war eine größere Arbeitsfläche vorgesehen.



Unter dem Fenster zum Gang fehlen hier  noch die Schränke.




Die Spüle kam an die Wand zum Bad, um Energieverluste bei der Warmwasserbereitung zu vermeiden.
Elektrisch gekocht habe ich anfangs noch im Gang außerhalb der eigentlichen Küche.




Im zweiten Schritt der Küchenrenovierung habe ich tapeziert und die Wände hinter der Spüle und den Herden gekachelt, durch Möbelzukäufe fanden weitere Umwandlungen statt.




Hier sind die Schränke noch ohne Türen, wir haben einfache Ikea-Küchenschränke umgebaut und an die bestehenden Platzverhältnisse angepasst  die Türen, die ja auch noch verändert werden mußten, wurden erst später fertig.



Mein erster Elektroherd ist immerhin schon eingebaut. Ich habe ihn nur ein Jahr benutzt und mir dann einen anderen gekauft, da ich den Backwagen, den mein Herd in Deutschland hat, schmerzlichst vermißte.



Für den Platz unter dem Gangfenster haben wir flachere Küchenschränke gekauft und diese dann noch um die oberste Schublade gekürzt, damit die Schränke nicht über die Fensterunterkante hinausragen.




Als Arbeitsfläche ist diese Stelle wegen der zu geringen Höhe der Schränke ungeeignet, als Tee- und Kaffebar aber gut nutzbar und die entstandene Stufe in der Ecke eignet sich sehr gut als Platz für die Küchenmaschine.



Mit dieser Anordnung konnte man schon ganz gut wirtschaften. Aber wir hatten ja in der Küche das Problem, dass sie durch den Gang zur Hintertür kein direktes Licht hatte und doch etwas dunkel war.
Um das zu ändern hat mein Mann ein Dachfenster in den Teil der Küche eingebaut, der zum Anbau gehört.







Das war im Herbst 2009  unsere letzte Baumaßnahme, bevor es wieder nach Deutschland ging.

Nun ein Rundgang durch die Küche, wie ich sie vorfinden werde, wenn wir nächste Woche in Virserum ankommen werden.



Die Lücke links neben dem Kühl- und Gefrierschrank ist geschlossen durch einen Wandschrank, der von der Frühstücksecke im Nebenzimmer aus zu öffnen ist. Mein neuer Herd ist eingebaut, darüber eine einfache Dunstabzugshaube, die wir auf der ganzen Wandlänge verkleidet haben, über dem Küchenofen ist ein Gitterrost angebracht, so dass sich die Hitze nicht staut.




Über der Arbeitsfläche sind mittlerweile offene Regale angebracht, die Teile des Geschirrs aufnehmen.




Es fehlen jetzt noch zwei Einbauten:  der linke Unterschrank, hier werden wir einen Wagen bauen, der die Front der Schränke fortsetzt aber ganz herausgezogen werden kann. Das ist nötig, da sich hier im Boden die Serviceöffnung für das Ablassen des Wassers aus den Leitungen befindet, an die wir ja vor jedem Winter herankommen müssen, um das Haus frostsicher zu machen. Und rechts in der Ecke wird noch ein Schrank eingebaut werden, der küchenseitig optisch die Lücke schließt, aber vom Gang aus zugänglich sein wird.





Auch über der Küchenspüle gibt es jetzt ein Regal mit Lichtleisten.









Ein Blick ins nach Osten gelegene Nebenzimmer mit Frühstücksecke, hier haben wir die Tür entfernt, um auch noch einmal mehr Lichteinfall zu bekommen.




Kommentare:

  1. wow da geht aber etwas das sieht richtig gemütlich und optimal genutzt aus das ist ja eine mega arbeit aber es lohnt sich super liebe grüsse renata

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  2. Der Blogger scheint wieder zu spinnen, mein Kommentar bzw der Anfang davon hat sich aufgelöst.
    Ihr seid echt irre, was ihr alles geleistet habt!!!
    (Ich sehe auch product placement: KitchenAid, Mokkamaster...)

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  3. Die Küche ist echt schön geworden. besonders gefallen mir der alte Ofen und das Fenster oben. Da wir früher auch schon mal umgebaut haben weiß ich wie s ist wenn mit einer Schubkarre durch die Küche gefahren wird. Tolle Leistung und eine wirklich schöne Küche.

    LG Bärbel

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  4. Was für eine tolle Verwandlung! Ihr seid echt der Knüller, für so eine Arbeit bin ich nicht (mehr) zu haben! Liebe Grüße, Petra

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  5. Das ist aber schön geworden. Respekt.
    wir haben es noch vor uns, es ist nicht so viel auf den ersten Blick. Aber mir schwant Übles. In der Küche muffelt es doch sehr, ich denke es ist der Ablauf und das Holz rundherum. Werden wohl auch den Boden öffnen müssen.
    Liebe Grüße, Helga

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    1. Habt ihr auch ein altes Haus gekauft?
      Wahrscheinlich ist es immer besser, man macht alles richtig gründlich und das fällt natürlich besonders leicht, wenn man gar keine andere Wahl hat - wie in unserem Fall.
      LG
      maliz

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