Sonntag, 13. Januar 2013

Das Schlafzimmer


Vor knapp  einem Jahr, habe ich damit begonnen über die Renovierungsarbeiten an unserem Haus in Schweden zu berichten.
Ich habe Haus und Grundstück beschrieben, den Einbau des Badezimmers, die Arbeiten am Förstukvist , dem Dach und den Kaminen gezeigt, unsere provisorische Küche beschrieben und einen Post über die fast fertige Küche gemacht.

In den nächsten Wochen will ich berichten, wie es weiter ging.

Das Haus hatte über 30 Jahre leergestanden und war stellenweise verfallen, trotzdem haben wir es direkt nach dem Kauf bezogen. Allerdings haben wir es vorgezogen, die ersten Wochen  etwas geschützt vor möglichen unliebsamen Besuchern in unserem Innenzelt zu schlafen, das wir in einem kleinen Raum rechts des Eingangs aufgebaut hatten.



Das Zimmer war relativ gut erhalten, es hat einen Rörspis in der Ecke und einem offenen Durchgang zu einem weiteren sehr kleinen Raum. Gut zwei Jahre sollte hier unser Schlafzimmer sein.


Nachdem wir die gröbsten Löcher in den Fußböden verschlossen hatten und nachts auch nie belästigt wurden, bauten wir das Zelt ab, kauften ein Bett und stellten es dort auf.







Der Raum, den wir uns eigentlich als Schlafzimmer ausgeguckt hatten, lag im Anbau und war aktuell unbewohnbar. Erst nachdem Bad und Küche weitestgehend fertig waren, gingen wir an die Renovierung dieses Zimmers.



Gegen Einbruch und Vandalismus hatte der Vorbesitzer die beiden Fenster mit Spanplatten zugenagelt.



Wie im Badezimmer hatte in einer Ecke ein Ofen gestanden. Der Kamin war im Laufe der Zeit undicht geworden und schon im ersten Jahr von uns entfernt worden.



 Die Wasserschäden an der Decke waren erheblich.


 

Noch problematischer aber war der Zustand des Fußbodens, an der hinteren Außenseite war der Grundbalken fast vollständig weggefault.




Das ist alles, was von ihm übriggeblieben war.




Besonders übel war die Situation in der äußeren Ecke des Hauses.



                                                              
Hier kann man sehen, wie es von draußen aussah, jahrelang war die kaputte Regenrinne nicht repariert worden.
Wie schon im vorher renovierten, gegenüberliegenden Bad, gab es also auch hier erheblichen Sanierungsbedarf.




Nach dem Beseitigen der äußeren Schäden und dem neuverlegen des Fußbodens, konnte es dann an das Neuverkleiden der Wände gehen. Rechts im Bild sieht man den Durchgang zum Wohnzimmer.



Hier steht schon der Kleiderschrank in der Ecke.


Beim Aufwachen können wir jetzt in den Himmel gucken



und durch das andere Fenster scheint früh am Morgen die Sonne rein.




Neben das Bett paßten noch zwei kleine Kommoden, die nur noch auf einheitliche Beschläge warten und gegenüber dem Kleiderschrank war Platz genug für eine Computerecke.




Die Tür rechts öffnet sich zu einem Gang, der das Schlafzimmer mit dem Bad verbindet. Zur Küche ist der schmale Raum durch eine Fensterwand abgetrennt.



Diesen Raum haben wir lange als Abstellplatz für alles Mögliche genutzt.


Mittlerweile ist er aber auch tapeziert und gestrichen, hat einen neuen Fußboden und ist zum Teil schon möbliert.


In den Schränken lassen sich gut alle möglichen Utensilien verstauen, die man nicht jeden Tag in der Küche braucht.






Jetzt müssen nur noch die rechte Seite des Gangs mit einem passenden Schrank und die Schlafzimmertür, die Hintertür und das kleine Fenster mit Farbe versehen werden.





Kommentare:

  1. Echt irre, was ihr draus gemacht habt!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, es ist viel passiert. Wann macht ihr die nächste Bauabnahme? ;-)

      Löschen
  2. Wow - was für eine Mamutaufgabe. Aber das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen.
    LG Silvia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es war wirklich viel zu tun aber die Arbeit hat Spaß gemacht und wir sind auch sehr zufrieden mit dem Resultat.
      LG
      maliz

      Löschen
  3. Das ist aber schön geworden. Ich weiß ja was es heißt auf einer Baustelle zu wohnen. Der Dreck überall und der Lärm aber wenn es dann fertig ist, ist es einfach wunderbar.

    Gefällt mir sehr gut.

    LG Bärbel

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. In Schweden war das Umbauen in den letzten Jahren irgendwie der Normalfall. Komischerweise setzt mir unsere momentane Küchenrenovierung in Deutschland viel mehr zu.
      LG
      maliz

      Löschen
  4. Da möchte ich glatt Urlaub machen ;-)! LG Ate

    AntwortenLöschen
  5. Was für ein Projekt! Und es wird soo schön! LGs, Petra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vorher - nachher:
      Dadurch ist es auf jeden Fall ein sehr zufriedenstellendes Projekt.
      Mit vielen lieben Grüßen
      maliz

      Löschen
  6. oh Marlies,
    ihr habt euch schon viel Arbeit gemacht und es wartet noch viel auf euch, aber dafür wird es sehr schön und ihr wollt euch ja auch wohlfühlen.
    lg Heike

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Du hast Recht, es war viel Arbeit aber zum Glück haben wir das Meiste nun schon hinter uns, das wird man in den kommenden Posts auch sehen können.
      LG
      maliz

      Löschen
  7. Wie kreativ der Raum neu gestaltet ist. Bewundernswert. Kaum zu glauben wenn man das Vorher sieht.
    Alles Liebe

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, Edith!
      Ich war gerade auf deinem Blog, du hat ja einen riesigen Wollvorrat und alles in "meiner" Farbskala ;-), toll.
      LG
      maliz

      Löschen
  8. Oh, wie wunderschön! Das tolle an schwedischen Holzhäusern ist ja, dass man alles ersetzen kann, was verrotet ist. Fast wie bei einem alten VW-Käfer.
    Und apropos Beschläge für die Kommode:
    http://www.nackabyggnadsvard.se
    http://kulturbeslag.se/produkter/index.htm
    Vorsicht: stöbern kann u.U. teuer werden... :-)
    Lieben Gruß aus Schweden
    /Lussekatt

    AntwortenLöschen
  9. Ja, da hast du Recht und das würde sich für die billigen kleinen Ikeakommode nicht lohnen, obwohl ich sie immerhin mit selbst angemachter linoljefärg getrichen habe. Aber deine links sind interessant, weil wir noch ein paar echte Schätzchen haben, die neue Beschläge brauchen könnten.
    Besten Dank und liebe Grüße zurück in meine Sommerheimat
    maliz

    AntwortenLöschen