Freitag, 20. Januar 2012

Fortschrittsbericht

Der erste Ärmel der Zuckerjacke ist mittlerweile auf 35 cm angewachsen, ich bleibe also dran, dieses Strickstück soll nicht zum UFO werden. 



Und beim  Uppifrånochnerkofta, dem Raglan von oben,  geht es an den zweiten Farbmusterrapport.




Die Ringelstreifen und vor allem der eckige Ausschnitt haben mich an mein erstes Strickstück erinnert, besser gesagt, mein erstes freiwillig gestricktes Stück.

Mein allererstes Gestrick ist eher unfreiwillig entstanden, dabei handelte es sich um Socken, die wir im Handarbeitsunterricht machen mussten. Es war wohl noch in der Grundschule, wahrscheinlich in der 4. Klasse, vor den Zeugnissen sollten sie fertig sein.
Ich hatte auf Wolle aus einem sehr hellen Gelb bestanden und bekam ganz schön Stress mit meiner Mutter, weil die Socken, die im Laufe der Strickzeit durch meine verschwitzten Kinderhände einen undefinierbaren Grauton angenommen hatten, nicht rechtzeitig genug fertig wurden, um vor der Abgabe noch gewaschen zu werden. 
An die Zensur, die ich dafür bekam, kann ich mich leider nicht mehr erinnern.

Ca. drei Jahre später sah die Sache ganz anders aus.
Die Zeitschrift Brigitte veröffentlichte früher regelmäßig in jeder Ausgabe Anleitungen zum Nacharbeiten. Es war ein Kleid, mit gestricktem Oberteil, das ich unbedingt haben wollte, also musste ich wieder an die Nadeln. 
So ungefähr sah es aus, das Oberteil wurde mit 4-fädigem Sockengarn gestrickt und ich hatte zwei Lilatöne ausgewählt. 


Für eine Anfängerin war das Modell ideal, es hatte schmale Querstreifen, man sah also, dass man  mit der Arbeit vorankam und nicht nur die Ärmel waren kurz sondern auch das Oberteil, da damals die Empirelinie modern war. Für die Fertigstellung wurde unterhalb der Brust dann das Rockteil angenäht, in meinem Fall aus einem einfarbigen dünnen Wollstoff.


Kommentare:

  1. Warum heisst die Jacke eigentlich Zuckerjacke?

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    1. Marianne Isager schreibt zur Namensgebung des Modells, dass eine Jacke für dieses Design Pate stand, die ihre Tante Ella im Zweiten Weltkrieg gegen Zuckermarken eingetauscht hatte. Daher also "sukkertrøjen", wie das dänische Original heißt.

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  2. Liebe Maliz,
    es ist so schön zu lesen, dass es bei fast allen Frauen einen ähnlichen Anfang beim Stricken gab: krumme Nadeln, verschwitzte Hände, Stress.... und was zauberst Du heute für tolle Sachen!

    Liebe Grüße,
    Anneli

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