Nach einer kurzen Rast am Hyllsjö traf der bis auf den letzten Platz besetzte Reisebus am ersten Ziel ein, Borgs Vävgarner in Vittsjö.
Die Firma ist gerade dabei nach Hässleholm umzuziehen und so sah es auf den ersten Blick so aus, als könne man gar nicht mehr einkaufen. Da wir aber angemeldet waren, fanden wir im Lager noch genügend Material aus dem Standardsortiment vor und zusätzlich eine Menge preiswerter Restposten.
Dazu gehörten Baumwollschlingenzwirn von dem ich ein paar Rollen gekauft habe,
ausgewählte Farben von 16/1 Leinen in 100 g-Aufmachung,
16/2 Leinen in rosa
und 8/1 Lintow-Garn.
Nach einer kurzen Kaffepause kamen wir in Klippans Yllefabrik an.
Hier wird leider schon seit langem nicht mehr gewebt, sondern es werden nur noch fertige Textilien und ein paar andere Dinge verkauft, dennoch hatten wir die Möglichkeit Restgarne zu sehr günstigen Preisen zu kaufen.
Mit insgesamt 2,5 kg zweifädiger Wolle in meinen Lieblingsfarben war meine Einkaufstasche schließlich gut gefüllt.
Der erste Tag endete im Hotel mit einem schönen Abendessen und dem Ziehen der Lose, die, wie es in Schweden bei allen möglichen Gelegheiten sehr beliebt ist, in diesem Fall während der Busfahrt verkauft worden waren.
Mittlerweile bin auch ich eine eifrige Loskäuferin geworden, hatte sogar wieder einmal Glück und gewann einen kleinen Brettchenwebesatz.
Für den nächsten Morgen war frühes Aufstehen angesagt, denn schon um 8.30 Uhr hatten wir einen Termin in Båstad, dort besichtigten wir nach einer historischen Einführung das Webateljé Märta Måås Fjetterström .
Leider - aber verständlicherweise - war es nicht erlaubt, die Weberinnen bei der Arbeit zu fotografieren, so dass hier nur ein paar Bilder gerade unbenutzter Webstühle folgen.
Auf der oben angegebenen Homepage und der Website Märta flyger igen sind aber Bilder aus der Werkstatt zu sehen und viele der angebotenen Teppiche abgebildet.
Beeindruckend war natürlich auch das Garnlager.
Der halbe Keller des Gebäudes war gefüllt mit solchen Regalnischen, die Wolle in allen erdenklichen Farbnuancen enthielten.
Neben neuen Teppichen, die nur auf Bestellung nach Mustervorlagen von Märta Måås Fjetterström oder später in der Werkstatt tätigen Designern, gewebt werden, sind auch gebrauchte Teppiche und Wandbehänge aus früherer Fertigung im Angebot, die auf Kommissionsbasis im Ateljé verkauft werden.
Von dort mitgebracht, habe ich mir den Katalog zur Ausstellung Märta flyger igen in Liljevalchs Konsthall von 2009.
Die Leinenweberei Vävaren i Båstad, war unser nächstes Ziel.
Hier werden Bettwäsche und Tischwäsche aus reinem Leinen in einer kleinen mechanischen Webmanufaktur hergestellt und direkt vor Ort verkauft.
In diesem Raum werden die Ketten geschoren, meist in Längen von 500 m, grundsätzlich aus ungezwirntem Leinen in Stärke 16 oder 10,5.
Im Websaal, dessen Luftfeuchtigkeit auf 60 % eingestellt ist, stehen etliche große mechanische Webstühle, die wenig mit denen zu tun haben, auf denen wir unsere Stoffe herstellen.
Um auch einen Geräuscheindruck von dieser Art des Webens zu vermitteln, habe ich einen kleinen Film eingestellt. Wir mussten uns alle die Ohren zuhalten, bevor die Webmaschine angestellt wurde.
Zurück zum gemütlichen Weben.
Die vävstuga besteht seit 1988 und hat 25 aktive Mitglieder.
Ohhh welch ein schöner Ausflug!!!
AntwortenLöschenWelch ein Eldorado für Weberinnen! Vielen Dank für den schönen Bericht.
AntwortenLöschenLiebe Grüße Kerstin
Wunderschön, da freut man sich gleich noch viel mehr auf den bevorstehenden Sommerurlaub :-) danke für die tollen Tipps
AntwortenLöschenLiebe Grüße Nicole
Wow, lucky, lucky you!! All of that wonderful yarn to look at and bring home :-) It sounds like a great time and to be able to share it with other weavers probably made it all the more fun.
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