Ich freue mich sehr darüber, der erste Nachbau des Sexton Dobby Webstuhls ist fertig!
Alf Ivar Oterholm in Norwegen hat für seinen Webstuhl keinen Tischwebstuhl umgeändert sondern auch das Untergestell völlig neu gebaut, ein Bild dazu kann man auf seiner Facebook Seite sehen. Interessant ist auch, dass Alf Ivar statt der Standlade eine Hängelade konstruiert hat, die sogar waagerecht und senkrecht verstellbar ist. Auf Facebook schreibt er, dass noch einige Anpassungen am Webstuhl nötig sein werden, aber man sieht ja, dass das erste Testweben, gleich mit allen 16 Schäften, offenbar funktioniert.
Das Muster, das er hier webt ist auf Handweaving.net unter der Nummer 34781 zu finden.
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| Foto: Alf Ivar Oterholm |
Aus der gleichen Quelle stammt das Wellenmuster, das ich vor ca. 3 Monaten für mein Probegewebe verwendet habe, es hat die Nummer 31731. Für dieses Gewebe habe ich aber erst mal nur 8 der 16 vorhandenen Schäfte genutzt.
Einen ganz ähnlichen Schal hatte ich im Mai letzten Jahres schon einmal in einem Blogbeitrag gezeigt, damals auf dem kleinen 3 D gedruckten Fraens - Dobby gewebt.

Dieses Wellenmuster hat auf der Seite von Handweaving.net die Nummer 31719.
Auch das verwendete Material ist das gleiche wie beim ersten Schal, gefachte Merinowolle in der Kette und eine silbergraue, tweedgemusterte Viskose als Schuss.
Beide Garne sind auf Konen gewickelte Reste aus der Industrie. Hier wird die Merinowolle gerade auf die Litzen verteilt.
Der Kammeinzug ist fertig und nach dem Anknoten der Kettfäden kann das Weben beginnen.
Nach den ersten paar Schüssen zeigt eine Kontrolle, dass das Fach noch besser eingerichtet werden könnte, aber es ist ja recht groß und ich bin einfach zu gespannt darauf, ob das Weben reibungslos klappt und spare mir das Feinjustieren für später auf.
Der schmale Streifen mit dem lindgrünen Schuss, den ich beim Anweben eingesetzt habe, gefällt mir fast besser als das Gewebe mit dem etwas unruhigen Viskosegarn. Ich habe trotzdem wie geplant weitergewebt, weil ich einen Musterverleich mit dem ersten Wellenschal machen wollte.
Alles läuft völlig problemlos. Das kurze Video zeigt die Arbeitsweise.
Mit dem Bedienknopf wird die Dobbykette um eine Wahlleiste weiterbewegt. Die eingesetzten Pins drücken die jeweils zugehörigen Heber im Dobbyturm in Richtung des Messers, wenn ich den Handhebel nach unten bringe, werden diese Heber und damit die an ihnen hängenden Schäfte, vom Messer nach oben transportiert. Das gleiche Ergebnis erziele ich, wenn ich auf den einzigen Tritt des Webstuhls trete.
Grundsätzlich bediene ich gerne gleichzeitig den Hebel und den Tritt. So kann man die Schäfte ohne große Kraftanstrengung gut heben.
Nahaufnahme des Musters auf dem Webstuhl.
und noch einmal auf den zersägten Baumstämmen.
Beim Mustervergleich muss ich für mich feststellen, dass mir der ältere Schal (auf dem unteren Bild) besser gefällt, weil das Muster ruhiger wirkt.
Aber das Wichtigste ist:
Unser selbstgebauter Sexton Dobby Webstuhl hat den Gebrauchstest bestanden :-)
Hier die Links zur Baubeschreibung des Sexton Dobbywebstuhls:
Aufrüstung eines einfachen Tischwebstuhls zum mechanischen Dobby-Webstuhl - Teil 1
Aufrüstung eines einfachen Tischwebstuhls zum mechanischen Dobby-Webstuhl - Teil 2
Aufrüstung eines einfachen Tischwebstuhls zum mechanischen Dobby-Webstuhl - Teil 3












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