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Dienstag, 26. April 2016

Zwei Jacken


Die 50 Probestücke für die Webmustermappe sind zugeschnitten und gezickzackt, die Hälfte der Muster wurde gewaschen, der Rest bleibt im Rohzustand und demnächst werde ich jeweils 2 Stücke mit Webanleitung und Garnproben verschicken.



Auch die Jacke habe ich in der Zwischenzeit fertiggenäht.



Hier noch einmal aus der Nähe.


Und endlich habe ich mich auch aufraffen können, die ZigZag Strickjacke nach Marianne Isager fertigzustellen, die ich vor ziemlich genau zwei Jahren angefangen hatte.


Es war eigentlich nicht mehr viel zu tun - nur das Zusammennähen eben...



Samstag, 8. November 2014

Läufer und Spültücher

Bevor wir im Sommer einen Kurztripp nach Deutschland gemacht haben, hatte ich Anfang August noch eine neue Kette auf meinen Webstuhl aufgezogen.


Eigentlich sollte daraus ein Ripsläufer entstehen, der weiße Schuss wurde aber von den dunkelblauen Kettanteilen nicht genügend abgedeckt, daher habe ich mich entschlossen den Läufer in einfacher Leinenbindung mit einem sehr dünnen Schussgarn zu weben.


Ich hatte vor einiger Zeit altes, bereits gespultes, sehr dünnes Leinengarn geschenkt bekommen.


In Verbindung mit der Cottolinkette, wurde das Gewebe schön dicht und das dunkle Blau wirkt relativ klar. Der Läufer muss nun noch genäht und gewaschen werden, dazu hatte ich bisher noch keine Lust. 
Ich wollte lieber erst Spültucher weben.
Disktrasor aus reinem Leinen sind momentan in Schweden sehr beliebt.


Die Firma Växbolin verkauft sie mit und ohne passende Handtücher in vielen verschiedenen Farben.
Etliche schwedische Weberinnen, z.B. Mellansyster und Irene von Toras Vävstol
haben schon über ihre selbst hergestellten disktrasor gebloggt und ich selbst habe auch schon Anfang des Jahres einen ersten Webversuch gestartet.
In der letzten VÄV (Nr 3, 2014), gab es gleich zwei Beiträge zum Thema, auf S.18 einen Artikel über die Folkhögskola in Fristad, in der Teilnehmerinnen eines Webkurses verschiedene Bindungen ausprobiert hatten und auf S. 52 eine Webanleitung für diese beiden Tücher.



Also habe ich meinen kleinen Kontermarschwebstuhl mit einer naturfarbenen 16/1 Leinenkette bespannt



und verschiedene Garnreste eingeschossen, 8/1-Leinen, Blångarn und Effekttow sowie 16/1-Leinen, doppelt gespult.


Insgesamt sind so neun Tücher entstanden, zwei Stück hatte ich schon vorher abgeschnitten, gesäumt und gewaschen, um zu testen, ob die gewählte Einstellung stimmt.


Nach der Wäsche sahen die Spültücher sehr krumpelig aus und da meine Kaltmangel in Deutschland steht, musste ich mir etwas anderes einfallen lassen, um die Tücher zu glätten.


Eine einfache Behandlung mit dem Nudelholz auf der Küchenarbeitsplatte hat Wunder gewirkt.


Die noch leicht feuchten Lappen wurden glatt, geschmeidig und glänzend.


Im täglichen Gebrauch lässt sich dieser Zustand natürlich leider nicht aufrechterhalten...


Da die Rückreise bevorstand, wollte ich unbedingt noch eine neue Kette aufziehen, um später in Schweden keinen leeren Webstuhl vorzufinden.


Die dunkelrote Cottolinkette ist für Platzdeckchen in Sålldräll bestimmt.


Das Muster stammt aus der VÄV 3 von 2001, S.18ff, im Schuss verwende ich ebenfalls Cottolin in verschiedenen Rot-, Orange- und Lilatönen.



Zum Schluss noch ein Fortschrittsbericht meiner Strickarbeit. Bei der Isager-Jacke bin ich mittlerweile am zweiten Ärmel angekommen.





Sonntag, 10. August 2014

Halbfertig





Wenn Vorder-und Rückenteil gleichzeitig gestrickt werden, geht die Arbeit scheinbar nur langsam voran. Die lange Autofahrt nach Deutschland hat mich aber ein gutes Stück weitergebracht. Die Hälfte der ZigZag-Jacke ist geschaft, am Vorderteil wurde die Arbeit geteilt, um den Saum anstricken zu können, danach dann neue Maschen aufgeschlagen, um mit dem rechten Teil zu beginnen, jetzt wird mit dem Rückenteil zusammen wieder in Runde gestrickt.




In der kurzen Zeit, die wir hier sein werden, bis es zurück nach Schweden geht, möchte ich auf jeden Fall die im Februar begonnenen Baumtücher für meinen 120er Standard Webstuhl fertigstellen. Mit dem Gewebe bin ich fast fertig, habe jetzt nur noch die etwas langweilige Schlitzweberei für das zweite Baumtuch vor mir.



Freitag, 20. Juni 2014

Sommerarbeit


 Immer wenn der schwedische Sommer am schönsten ist, beginnt die Arbeit.


Dieses Mal haben wir uns die letzten beiden, noch unrenovierten Fenster vorgenommen. Die Rahmen habe ich schon von der alten Farbe befreit, nun müssen sie gestrichen werden und dann setzt mein Mann die Scheiben wieder ein. 
Gleich werde ich die rote Umrandung des Schlafzimmerfensters mit der Heißluftpistole erwärmen, um sie so leichter abkratzen zu können.


Aber auch das textile Arbeiten kommt nicht zu kurz. Mit der Zig Zag Jacke nach Marianne Isager bin ich schon ein ganzes Stück weitergekommen, obwohl ich immer nur nach dem Frühstück ein paar Minuten daran stricke.


Und meine Frottetücher, die ich hier im letzten Herbst begonnen habe, sind gestern fertig geworden.




Dienstag, 22. April 2014

Dänemark

Kurz vor Ostern haben wir eine Woche lang in diesem kleinen Ferienhaus in der Nähe von Bjerregård an der dänischen Westküste gewohnt.


Das Haus lag ein paar Kilometer südlich von Hvide Sande, einem kleinen Fischereihafen, den wir seit vielen Jahren immer wieder gern besuchen.


Da man um diese Jahreszeit ja nicht unbedingt immer mit schönem Wetter rechnen kann, und wir hatten uns in diesem herrlich warmen Frühling auch just die schlechteste Woche ausgesucht, hatte ich mir meinen Webrahmen mitgenommen, um auch im Haus gut beschäftigt zu sein.


Gleich am zweiten Tag habe ich eine Kette für einen Schal aufgezogen.


Garn hatte ich mir für alle Fälle mitgebracht, das Alpaca von Drops hatte ich schon letztes Jahr in Växjö gekauft.


Für das feine, glatte Garn eignete sich am Besten der 40er Kamm.


Im Einzug wechseln sich vier helle und vier dunkle Fäden ab, geschossen wird in gleicher Abfolge.


Tägliche Strandspaziergänge und mehrere Ausflüge haben verhindert, dass der Schal fertig wurde, aber zu Ende weben kann ich ihn ja immer noch zu Hause.


Außerdem hatte ich noch Strickzeug mit, den angefangenen Möbiusschal, den ich im November letzten Jahres eigentlich aufribbeln wollte, weil mir die Farbzusammenstellung nicht gefiel. Nun habe ich ihn doch zu Ende gestrickt, und bin mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden.


Unsere Ausflugsrouten waren so festgelegt, dass ich drei Mal interessante Garngeschäfte besuchen konnte. Erstes Ziel war Ho Strik in der Nähe von Blåvand. Ich hatte in einem Prospekt gelesen, dass dort u.a. Garne von Marianne Isager zu bekommen waren.


Es war ein überraschender Laden, in einem Nebengebäude eines alten Hofes in einem kleinen Dorf hätte ich wirklich nicht auf engstem Raum so viele tolle Markengarne erwartet.
Fertig gestrickt hing dort die Zig-Zag-Jacke von Marianne Isager, die mir so gut gefiel, dass ich mir sofort die Anleitung und das passende Garn in der vorgefunden Farbstellung gekauft habe.


Die Jacke wird in einem Stück gearbeitet, von Ärmel zu Ärmel, auf der Rückfahrt habe ich schon mal mit der Arbeit begonnen.


Gestrickt wird sie aus Tvinni Tweed, der Gelbton war leider nicht mehr zu bekommen, diese fehlende Farbe konnte ich einen Tag später im Uldgården dazu kaufen.


Auch der Uldgården  in Tarm, liegt abseits der Touristenstellen und wieder in einem Teil eines alten Hofgebäudes. Tvinni gab es hier nicht, dafür aber viele andere tolle Garne, z.B. Shetlandgarne auf Konen und in Kleinmengen, Plattengarn in vielen Ausführungen und ein zwei-fädiges Pelsuldgarn, das zwar etwas dicker ist, als das Isager-Garn aber vom Charakter gut passt. Da die Jacke in den Farben blau-weiß gestrickt wird und die anderen Farben nur Schmuckfarben sind, spielt der Stärkenunterschied sicher keine große Rolle.



Besonders beeindruckt hat mich hier das große Angebot an farbigen Spinnfasern. Im Vlies gab es Wolle vom Tyroler bergfår und im Kammzug Merinowolle, beides in einer großen und nuancenreichen Farbpalette.


Ich habe blaue, türkisfarbene und lindgrüne Bergschafwolle gewählt und einen Merino-Kammzug in gemischten Rottönen.


Wieder einen Tag später haben wir auf unserer Fahrt nach Söndervig einen Abstecher Richtung Kloster gemacht, um Tind textilkunst  zu besuchen.



Auch dieses Geschäft lag wieder einsam auf dem platten Land, ein beeindruckender, großer Holzbau neben einem Bauernhof. Es sieht fast so, als könnten oder wollten die Inhaber der Qualitätsgeschäfte die wahrscheinlich sehr hohen Mieten in den Touristenorten nicht zahlen. Für die ganzen Läden mit Tüntelkram und Kitsch scheint es da aber kein Problem zu geben.
Auf dem Blog tind-textilkunst.blogspot.dk kann man einen schönen Streifzug durch das imposante Angebot machen. Neben den Garnen der bekannten dänischen Textildesignerinnen sind hier auch Schmuck, Kleidung und Schuhe zu bekommen.



Ich hätte gern den ganzen Laden leergekauft, habe mir dann aber nur eine aus Horn gebogene Schalnadel mitgebracht.
Erst einmal muss das ganze Garn verarbeitet werden, was noch in meinem Stash liegt.



Und zum Glück gibt es ja auch bei uns wunderbare und wirklich gut ausgestattete Woll-Läden.
So haben wir auf dem Rückweg die Gelegenheit wahrgenommen, Ulrike im Eiderstedter Garnkontor in Tönning zu besuchen.


Hier konnte ich mir zwei Rollen Baumwollgarn 8/2 besorgen, die ich für eines meiner nächsten Webprojekte brauche.


 




Sonntag, 14. April 2013

Inka und Dacapo


Nachdem sie schon vor 5 Wochen fertig gestrickt war, habe ich mich heute schließlich aufraffen können und den Reißverschluss in die Inka Jacke nach Marianne Isager eingenäht. Damit ist sie nun endlich fertig geworden.





Dafür, dass dies mein erster Reißverschluss ist, den ich in ein Gestrick nähe, bin ich ganz zufrieden. Zumindest  schlägt er keine Wellen und die Kästchen passen ziemlich gut aneinander.



Im April 2011 hatte ich mit der Planung begonnen und die Lochkarten erstellt, mit dem Stricken aber erst im November 2012 angefangen. Nach 2 Jahren liegt die Inka-Jacke nun fertig vor mir und ich bin froh, dass sie nicht zum UFO wurde.





Nicht alles dauert so lange, bei Hanne Falkenbergs Dacapo-Jacke habe ich mittlerweile das Rückenteil fertiggestrickt und gerade mit dem ersten Ärmel begonnen.





Außerdem ist eine weitere Narzisse erblüht.