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Mittwoch, 10. Oktober 2012

Streichen und Stricken

So soll es in der Ecke nicht mehr lange aussehen. Schon wieder habe ich ein paar Rollen Loppisgarn ergattert, diesmal war es Leinen. Ich brauche dringend ein Regal für meine Handarbeitsmaterialien.




Es wird platsbyggd werden also maßgefertigt für die schräge Nische in dem Zimmer, das wir in diesem Sommer renoviert haben. Die Bretter sind schon zugeschnitten und ich streiche sie gerade zum zweiten Mal mit selbstangemachter Leinölfarbe an. Leinölfarbe trocknet sehr langsam und sie muss mehrmals sehr dünn aufgetragen werden, ich werde mich also wohl noch etwas gedulden müssen bis ich endlich meine Garne einräumen kann.




Hinten links stehen sechs Fenster, die wir im Sommer renoviert haben, auch sie sind mit Leinölfarbe gestrichen und sie sollen nächstes Jahr in unsere friggebod eingebaut werden.




Aber es wird nicht nur gemalert, täglich stricke ich auch ein paar Reihen an einem neuen Baktus aus einem sehr schönen weichen Garn von Marks & Kattens, Fame trend, 75 % Wolle und 25 % Polyamid.





Donnerstag, 19. Juli 2012

Dreiecktuch mit Lochrand





Nachdem ich im Februar berichtet hatte, dass ich ein fast fertiges Dreiecktuch aufgeribbelt habe, weil die Geometrie nicht stimmte, lag das 100g-Knäuel Sockengarn lange unverstrickt im Wollkorb. Schließlich habe ich noch einmal neu angefangen und nun in jeder zweiten Reihe, statt wie vorher in jeder dritten, beidseitig eine Masche zugenommen und siehe da, es ist ein tragbarer kleiner Nackenwärmer entstanden.  
Die lange Seite mißt 120 cm und die kurzen Seiten sind knapp 80 cm lang, gestrickt habe ich mit Nadelstärke 3.




Zugenommen habe ich durch einen Umschlag nach den beiden ersten und vor den beiden letzten Maschen der jeweiligen Reihe, dadurch bildet sich eine Lochkante, die wie ein kleiner Spitzenrand wirkt.






Montag, 25. Juni 2012

Zackenschal




Mittlerweile blühen hier in Schweden unsere Rosen und ein ganzer Monat ist seit meinem letzten Post vergangen. Da wir in den letzten Wochen mit Hochdruck renoviert haben, um einen weiteren Raum bezugsfertig zu machen, bin ich in dieser Zeit kaum zum Stricken gekommen, nur der schon in Deutschland angefangene Zackenschal ist endlich fertig geworden.




Mir gefielen der asymetrische Randabschluss und die diagonale Farbverteilung bei diesem kleinen Dreieckstuch, das wie ein Baktus aus nur einem 100 g Knäuel gestrickt wird.  
Man beginnt mit 3 Maschen und die Zacken entstehen dadurch, dass  6 mal hintereinander am Anfang jeder Hinreihe eine Masche durch Herausstricken zugenommen wird, in der 7. Hinreihe wird auch am Ende der Reihe eine Masche zugenommen und in der folgenden Rückreihe werden die ersten 5 Maschen abgekettet.
Allerdings ist bei mir die Zackenseite viel länger geworden als die andere, das stört mich aber nicht, wenn schon schief, dann ruhig total.





Sonntag, 20. Mai 2012

Fertig!


Nun ist der Wingshawl schon seit mehreren Tagen fertig, aber ich hatte nie genug Zeit, ihn zu posten.


 

Mir gefällt er jetzt ganz gut und ich freue mich, dass er groß genug geworden ist, schließlich hatte ich nur ein 100 g Knäuel  des Farbverlaufgarns. 



Die lange Seite misst 140 cm und die Spitze 65 cm, das ist absolut ausreichend für ein wärmendes Dreieckstuch. 
Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 3, das Blau und die grünen Randpartien sind mit 4-fädiger Sockenwolle von Regia gearbeitet, insgesamt wiegt das Tuch 245 g.



Samstag, 28. April 2012

Wingshawl

Jetzt habe ich den aufgeribbelten Teil der Wolle neu verstrickt, und auch die rot-orangefarbenen Bereiche sind dabei. Das hier wird sicher nicht mein Lieblingstuch, ich bin aber zufriedener mit der Farbverteilung als beim Baktus, der ohne das "Zwischenblau" getrickt war.




Mal sehen, wie es sich entwickelt, morgen geht es endlich nach Schweden und ich werde im Auto und auf der Fähre viel Zeit haben an dem Wingshawl zu weiterzuarbeiten.




Samstag, 21. April 2012

Ahrweiler und Köln





Kurz nach Ostern waren wir für ein paar Tage in Ahrweiler bei meiner Mutter und danach in Köln, um meinen Schwiegervater und unsere Geschwister zu besuchen, bevor unser Sommerhalbjahr in Schweden beginnt.




Natürlich habe ich in beiden Städten Wollgeschäfte durchstöbert und es war nicht das erste Mal, dass ich im kleinen Ahrweiler fündig wurde und im großen Köln in keinem der drei von mir besuchten Geschäfte etwas fand, was ich unbedingt haben wollte.

Dat Lädche in Ahrweiler ist wirklich gut ausgestattet mit den Garnen der bekannten Marken und obwohl ich ja gerade erst über meine Probleme mit Farbverlaufgarnen geschrieben habe, konnte ich nicht widerstehen als ich die tollen Farben sah.


Von Noro habe ich ein Knäuel aus 50 % Baumwolle, 17 % Wolle, 17 % Nylon und 16 % Seide mitgenommen, um daraus ein leichtes Tuch zu stricken. Im Lädchen gab es eine interessante Anleitung für einen kleinen Zackenschal.




Wie ich die beiden Knäuele superba poems von Rico Design verwenden werde, weiß ich noch nicht genau.



Das Knäuel Mille Colori von Lang Yarns, ist bereits in Arbeit, es soll mein erster Zackenschal werden.


Freitag, 20. April 2012

Neuanfang

Nach mehreren Tagen Abwesenheit, Elternbesuche kurz vorm Start Richtung Schweden, habe ich damit begonnen die geribbelte Wolle neu zu verstricken.




Ich möchte nun einen kleinen Wingshawl machen, ähnlich dem, den ich bereits aus  Vivian Høxbros Buch Shadow Knitting gearbeitet habe. In diesem Fall will ich aber auf den speziellen Shadow-Effekt verzichten und durchgehend die Grundreihe mit dem einfarbigen Garn und die Rippenreihe mit dem Farbverlaufgarn stricken. 
Bisher gefällt es mir ganz gut aber die rot-orangefarbenen Bereiche, die ich nicht mochte, sind ja auch noch nicht dabei.


Dienstag, 28. Februar 2012

Aufgeribbelt!

Von Anfang an erschien mir der Winkel zu spitz für ein kleines Dreieckstuch, aber bisher habe ich mir erfolgreich einreden können, dass sich das schon irgendwie geben wird  -  wie denn ???


Nachdem ich gestern im Wartezimmer meines Augenarztes wider besseres Wissen aus reiner Langeweile eine Stunde lang noch einmal etliche Meter Wolle in Maschen verwandelt habe und nun mehr als Zweidrittel des Garns verstrickt sind, heute endlich der erlösende Entschluss:

R I B B E L N



Aber es gibt auch Lichtblicke


 langsam wird es Frühling




Mittwoch, 15. Februar 2012

Karius



Das, was es hier zu sehen gibt, ist nicht der Kölner Dom sondern mein erstes Maschinengestrick auf der Brother KH 890, das über die Größe von Probe- und Musterlappen hinausgeht, und sogar anwendbar ist. 
Ein Karius, also die glatt-rechts gestrickte Variante des kraus-rechten Baktus, frei nach strikkelise.



Gestrickt aus einem einzigen 100 g Knäuel Lana Grossa Meilenweit, Hermes, Lauflänge ca. 400 m, mit Maschenweite 9. 
Ich habe rechts an der Maschine mit 4 Maschen begonnen und dann in jeder 2. Reihe auf der Schlittenseite eine Masche zugenommen und als die Hälfte des Garns verbraucht war,  stattdessen jeweils eine Masche abgenommen. 
Beim Spulen und Paraffinieren lag das Wollknäuel auf der Waage, so hatte ich die Möglichkeit nach der halben Lauflänge eine Fadenmarkierung zu setzen.



Dienstag, 8. November 2011

Rückmeldung


   


Nachdem mein letzter Post Ende April mit einem deutschen Frühlingsbild endete, beginne ich diesmal mit Bildern aus dem herbstlichen Garten in Schweden.














Aber nun  bin ich schon wieder zurück in Deutschland, habe zwar in Schweden einiges gestrickt, bin aber nie dazu gekommen, darüber zu berichten.
Dafür haben wir gute Fortschritte bei der Renovierung unseres Hauses gemacht.

Fertig geworden ist der Wingshawl.






Als nächstes habe ich eine einfache Jacke ohne vorgegebenes Muster gestrickt.
Die Jacke ist verschlusslos gearbeitet, hauptsächlich glatt rechts gestrickt, Kragen, der umlaufende Rand und die Ärmelbündchen sind im Krausrechts-Muster gehalten.




Material:
Regia Strumpfwolle, 4-fädig
420 m pro 100g
verwandte Nadelstärke: 3
Verbrauch: knapp 500 g



Darauf folgte ein Paar Lochmustersocken aus Stephanie van der Lindens Buch 
„Socken aus aller Welt“ Es soll sich hier um ein französisches Muster handeln.





Im August habe ich endlich den Blockstreifenpullover zu Ende gestrickt. Ich glaube, so schnell werde ich nicht wieder Leinen verarbeiten, die hohe Spleißbereitschaft des Materials ist nicht gerade erfreulich.
Die Garnreste, die ich übrig behalten habe, gut 100 g von jeder Farbe, werde ich wohl eher verweben als verstricken, ein genaues Projekt dafür habe ich aber noch nicht.



Seit September stricke ich an Staghorn, einem Pullover aus dem Buch „A Fine Fleece“ von Lisa Lloyd.
Allerdings habe ich das Garn dazu nicht selbst gesponnen sondern gekauftes Garn verwandt:
Lana Grossa
Meilenweit 6-fach spezial
Die 150 g Kone  hat ca. 390 m Lauflänge
Verwandte Nadelstärke:4


Der Pullover wird bald fertig sein, Vorder- und Rückenteil sind bereits gestrickt und das Bild zeigt schon den 2. Ärmel, viel gibt es also nicht mehr zu tun.


Montag, 25. April 2011

Vintage

Am 1. Mai beginnt unser Schwedenhalbjahr, das erfordert in den Tagen davor immer etliche Vorbereitungen. Hier muss alles in Ordnung gebracht werden, damit auf Haus- und Gartensitter nicht zuviel Arbeit während unserer Abwesenheit zukommt, letzte Einkäufe wollen erledigt werden, es gibt so einige Spezialitäten - und nicht nur Alkoholika -  die wir nach Schweden importieren (bei der Rückkehr läuft dann das Gleiche immer umgekehrt ab) und all das, was nicht doppelt vorhanden ist oder nicht im ungeheizten Haus überwintern sollte, muss gepackt werden.
Zum Stricken blieb dabei nur wenig Zeit aber beim Zusammenstellen der Garderobe für die nächsten Monate bin ich im Kleiderschrank noch auf ein altes Schätzchen aus den späten 70ern gestoßen und da Vintage gerade in ist …


Ich erinnere mich, dass ich die Weste damals nach einem Strickmuster aus der Zeitschrift  Brigitte gearbeitet habe, als Material hatte ich 100 % Alpaka gewählt.
Nur die Vorderteile sind gemustert, der Rücken ist uni gestrickt.

Meine Projektplanungen für  die Strickmaschine habe ich noch nicht umgesetzt, die werden auf Eis gelegt, bis wir im Spätherbst wieder hier sind.
Allerdings werde ich meine Einfachstrickmaschine, eine Pfaff Knitomatik mitnehmen. Die besteht hauptsächlich aus Plastik, da kann nicht viel rosten, wenn sie im nächsten Winter im ungeheizten Haus steht.
Ob ich allerdings im Sommer wirklich so viel stricken werde, wie ich mir vorgenommen habe, wird sich erst zeigen, es gibt immer noch viel zu renovieren in unserem Haus in Virserum und es haben sich auch schon wieder einige Besucher für den Sommer angesagt.

Mit dem Wingshawl bin ich etwas weitergekommen.  Mittlerweile habe ich es über die Mitte hinaus geschafft und man kann den Shadow-Effekt gut sehen, leider kaum auf dem Foto.


Für den  Mittelstreifen habe ich nicht – wie im Buch angegeben – die Kontrastfarbe der Ränder gewählt, das wäre mir bei meiner Farbwahl etwas zu bunt geworden.


Meine Schwester hat ein Garngeschenk an mich weitergegeben, da sie eher warme Farben bevorzugt.
Es handelt sich um Lino der Firma Katia, 100 % Leinen mit einer Lauflänge von 150 m / 50 g. Es sind insgesamt 700 g, je zur Hälfte in dem Blauton und dem recht grallen Grün.


Ich werde wohl einen einfachen Blockstreifenpullover daraus machen, allerdings mit Nadeln der Stärke 3 arbeiten, viel dünneren Nadeln als den empfohlenen 5 bis 5,5
Das Gestrick ist so immer noch locker genug, relativ weich im Griff und fällt ganz schön, nur muss ich mich erst daran gewöhnen dieses recht unelastische Material zu verstricken, das zudem leicht spleißt, so dass man trotz der schlichten Strickweise sehr gut aufpassen muss, um nicht laufend halbe Maschen zu produzieren.


Mein nächster Post wird also schon aus Schweden kommen. Dort ist das Klima natürlich  etwas rauer als hier und wir werden daher wohl wie immer den Frühling ein zweites Mal erleben können.


Durch das beinahe sommerliche Wetter der letzten Tage wird der Unterschied wahrscheinlich besonders krass ausfallen.


Freitag, 8. April 2011

Drei Tücher

Die schwarze Weste ist also fertig, daher brauchte ich  ein neues Handstrickprojekt.
Nachdem ich kürzlich eher nebenbei  zwei kleine Tücher in Baktus-Manier gearbeitet habe, sollte es etwas Größeres werden, aber zuerst zu den Kleinen.


Das erste ist ein wunderbar weiches Tuch geworden, wirklich ein Halsschmeichler, leider weiß ich nicht, aus welcher Wolle es gestrickt ist. Ich habe dieses 100 g Knäuel letztes Jahr in der Grabbelkiste eines Wollgeschäfts in Hannover gefunden, es war ein preisreduziertes Einzelteil ohne Banderole. 
Unerwartet war es, dass der Farbrapport des Garns nicht fortlaufend erscheint sondern innerhalb der 400 m Lauflänge  pro Knäuel etwa 2 mal gespiegelt wird.






Genauso war es auch bei dem Material, das ich für das zweite kleine Dreieckstuch verwandt habe, Magico Meilenweit von Lana Grossa in der Farbe 6602. Die Wolle ist leider etwas rauher und ich empfinde es als leicht kratziug.





Für die Dreieckstücher ist die Farbspiegelung sehr schön, dadurch kommt noch eine zusätzliche Asymetrie hinein, bei der Verwendung für Socken, und dafür ist zumindest Magico mit seinem Polyamidanteil von 25 % geeignet und auch extra emfohlen, hätte mir das nicht so gut gefallen.



Mein aktuelles Projekt ist ein wing shawl, die Anleitung dafür für stammt aus dem Buch  
Shadow Knitting von Vivian Høxbro 





Wie so oft, arbeite ich auch hier wieder mit normaler Sockenwolle, in diesem Fall von Regia in den Farben Mineralblau und  Königsblau, für die farbigen Akzente kann ich Restgarne verwenden, gestrickt wird mit Nadelstärke 3.