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Sonntag, 19. August 2012

Gewebte Schals II




Diesen Baumwollschal hatte ich schon Ende April fertiggewebt, aber erst jetzt konnte ich mich endlich dazu aufraffen, die Fransen zu drehen und das rohe Gewebe zu waschen.
Es ist der zweite Schal von einer Kette, die schon seit November 2009 auf meinem Glimåkra Ideal war. Nachdem ich den ersten Schal abgeschnitten hatte, war mir bei ihm ein Schussfehler aufgefallen, im Februar hatte ich darüber berichtet.

Gewebt sind die Schals in einer Köpervariation mit 6 Schäften und 6 Tritten.







Für die Kette habe ich Restgarne  aus Baumwolle verwendet, für den Schuss merzerisierten Baumwollzwirn der schweizer Firma  Zürcher-Stalder.




Kette:     Baumwolle 16/10
Schuss:   merzerisierter Baumwollzwirn 12/2 (10.000 m/kg)
Kamm:   50/10 - 2/1
Einstellung: 100/10

Ich habe jeweils mit 2 Schussfarben gearbeitet, die erste Hälfte des oben abgebildeten Schals ist mit Pink (Nr. 363), die zweite mit Lila (Nr. 344) gewebt.




Der erste Schal, dessen Fehler ich immer noch nicht ausgebessert habe, hat eine etwas andere Farbkombination, der Lilaton ist gleich, aber als zweite Farbe habe ich zinnoberrot (240) gewählt




Hier kann man die beiden Varianten zusammen sehen und den Unterschied ganz gut erkennen.





Mittwoch, 7. Dezember 2011

Staghorn & Inggun

Fertiggestrickt und sogar geblockt waren die Teile schon seit Tagen nur noch nicht zusammengenäht - aber jetzt habe ich mich endlich dazu aufgerafft.



Der Faden am Halsausschnitt ist allerdings noch nicht vernäht, ich bin noch unschlüssig, ob ich da nicht noch eine Änderung vornehme und eine größere Anzahl Maschen aufnehme als bei Lisa Lloyd angegeben, damit sich das Bündchen etwas besser zusammenzieht.

Auch die Inggun-Weste steht kurz vor der Vollendung, mittlerweile bin ich sogar weiter als auf den Bildern.

Das Rückenteil ist schon abgekettet und den beiden Vorderteilen fehlen nur noch
die Kragenverlängerungen im Nacken, die hatte ich mir aufgespart, um sie möglichst paßgenau stricken zu können.

Dienstag, 8. November 2011

Rückmeldung


   


Nachdem mein letzter Post Ende April mit einem deutschen Frühlingsbild endete, beginne ich diesmal mit Bildern aus dem herbstlichen Garten in Schweden.














Aber nun  bin ich schon wieder zurück in Deutschland, habe zwar in Schweden einiges gestrickt, bin aber nie dazu gekommen, darüber zu berichten.
Dafür haben wir gute Fortschritte bei der Renovierung unseres Hauses gemacht.

Fertig geworden ist der Wingshawl.






Als nächstes habe ich eine einfache Jacke ohne vorgegebenes Muster gestrickt.
Die Jacke ist verschlusslos gearbeitet, hauptsächlich glatt rechts gestrickt, Kragen, der umlaufende Rand und die Ärmelbündchen sind im Krausrechts-Muster gehalten.




Material:
Regia Strumpfwolle, 4-fädig
420 m pro 100g
verwandte Nadelstärke: 3
Verbrauch: knapp 500 g



Darauf folgte ein Paar Lochmustersocken aus Stephanie van der Lindens Buch 
„Socken aus aller Welt“ Es soll sich hier um ein französisches Muster handeln.





Im August habe ich endlich den Blockstreifenpullover zu Ende gestrickt. Ich glaube, so schnell werde ich nicht wieder Leinen verarbeiten, die hohe Spleißbereitschaft des Materials ist nicht gerade erfreulich.
Die Garnreste, die ich übrig behalten habe, gut 100 g von jeder Farbe, werde ich wohl eher verweben als verstricken, ein genaues Projekt dafür habe ich aber noch nicht.



Seit September stricke ich an Staghorn, einem Pullover aus dem Buch „A Fine Fleece“ von Lisa Lloyd.
Allerdings habe ich das Garn dazu nicht selbst gesponnen sondern gekauftes Garn verwandt:
Lana Grossa
Meilenweit 6-fach spezial
Die 150 g Kone  hat ca. 390 m Lauflänge
Verwandte Nadelstärke:4


Der Pullover wird bald fertig sein, Vorder- und Rückenteil sind bereits gestrickt und das Bild zeigt schon den 2. Ärmel, viel gibt es also nicht mehr zu tun.


Montag, 25. April 2011

Vintage

Am 1. Mai beginnt unser Schwedenhalbjahr, das erfordert in den Tagen davor immer etliche Vorbereitungen. Hier muss alles in Ordnung gebracht werden, damit auf Haus- und Gartensitter nicht zuviel Arbeit während unserer Abwesenheit zukommt, letzte Einkäufe wollen erledigt werden, es gibt so einige Spezialitäten - und nicht nur Alkoholika -  die wir nach Schweden importieren (bei der Rückkehr läuft dann das Gleiche immer umgekehrt ab) und all das, was nicht doppelt vorhanden ist oder nicht im ungeheizten Haus überwintern sollte, muss gepackt werden.
Zum Stricken blieb dabei nur wenig Zeit aber beim Zusammenstellen der Garderobe für die nächsten Monate bin ich im Kleiderschrank noch auf ein altes Schätzchen aus den späten 70ern gestoßen und da Vintage gerade in ist …


Ich erinnere mich, dass ich die Weste damals nach einem Strickmuster aus der Zeitschrift  Brigitte gearbeitet habe, als Material hatte ich 100 % Alpaka gewählt.
Nur die Vorderteile sind gemustert, der Rücken ist uni gestrickt.

Meine Projektplanungen für  die Strickmaschine habe ich noch nicht umgesetzt, die werden auf Eis gelegt, bis wir im Spätherbst wieder hier sind.
Allerdings werde ich meine Einfachstrickmaschine, eine Pfaff Knitomatik mitnehmen. Die besteht hauptsächlich aus Plastik, da kann nicht viel rosten, wenn sie im nächsten Winter im ungeheizten Haus steht.
Ob ich allerdings im Sommer wirklich so viel stricken werde, wie ich mir vorgenommen habe, wird sich erst zeigen, es gibt immer noch viel zu renovieren in unserem Haus in Virserum und es haben sich auch schon wieder einige Besucher für den Sommer angesagt.

Mit dem Wingshawl bin ich etwas weitergekommen.  Mittlerweile habe ich es über die Mitte hinaus geschafft und man kann den Shadow-Effekt gut sehen, leider kaum auf dem Foto.


Für den  Mittelstreifen habe ich nicht – wie im Buch angegeben – die Kontrastfarbe der Ränder gewählt, das wäre mir bei meiner Farbwahl etwas zu bunt geworden.


Meine Schwester hat ein Garngeschenk an mich weitergegeben, da sie eher warme Farben bevorzugt.
Es handelt sich um Lino der Firma Katia, 100 % Leinen mit einer Lauflänge von 150 m / 50 g. Es sind insgesamt 700 g, je zur Hälfte in dem Blauton und dem recht grallen Grün.


Ich werde wohl einen einfachen Blockstreifenpullover daraus machen, allerdings mit Nadeln der Stärke 3 arbeiten, viel dünneren Nadeln als den empfohlenen 5 bis 5,5
Das Gestrick ist so immer noch locker genug, relativ weich im Griff und fällt ganz schön, nur muss ich mich erst daran gewöhnen dieses recht unelastische Material zu verstricken, das zudem leicht spleißt, so dass man trotz der schlichten Strickweise sehr gut aufpassen muss, um nicht laufend halbe Maschen zu produzieren.


Mein nächster Post wird also schon aus Schweden kommen. Dort ist das Klima natürlich  etwas rauer als hier und wir werden daher wohl wie immer den Frühling ein zweites Mal erleben können.


Durch das beinahe sommerliche Wetter der letzten Tage wird der Unterschied wahrscheinlich besonders krass ausfallen.


Dienstag, 1. März 2011

Zweiter Versuch

Mittlerweile habe ich die ersteigerte Strickmaschine wieder zurückgeschickt. Ich hatte Probleme mit dem Musterstricken, die sich durch einfache Wartung nicht beseitigen ließen, schließlich zeigte sich, dass eine kleine Feder am Strickschlitten gebrochen war.
Die Verkäuferin, die den Fehler vorher nicht bemerkt hatte und die mir die ganze Zeit telefonische Hilfestellung gab, war sofort bereit, den Kauf rückgängig zu machen.
Ich bin jetzt zwar vorübergehend wieder ohne Strickmaschine, habe aber bei dieser Aktion eine neue Strickfreundin gewonnen.
Und – gestern hatte ich  wieder Glück, diesmal ist es eine Brother KH 890 und zum Angebot gehörte auch noch ein  Elektrikschlitten.
Mit so etwas habe ich noch nie gearbeitet und bin entsprechend neugierig.
Eigentlich habe ich vor, die Maschine hauptsächlich zum Fair Isle-Stricken einzusetzen.
Durch die Spannfäden sind solche Kleidungsstücke ja besonders warm und um genau das zu minimieren, möchte ich gern mit möglichst dünnem Garn stricken, bin aber zu faul und zu ungeduldig, mir Pullover und Jacken mit feinen Nadeln Masche für Masche zu erarbeiten.

Ich weiß, wovon ich rede, denn die Blues Weste stricke ich mit Nadelstärke 2, bin aber inzwischen ganz ordentlich weitergekommen und langsam kann man gut erkennen, wie sich der Schnitt zusammensetzt.



Vier Pullover trage ich noch immer, die zwischen 1989 und 1991 auf der Toyota KS 858 entstanden sind. Mustermäßig war ich da etwas eingeschränkt, weil das Modell nur einen 12er Lochkartenrapport zuließ, der Grund, warum ich mich um einen neuen Stricker bemühe.



Für diesen einfachen Streifenpullover brauchte ich natürlich gar keine Lochkarten, aber es ist schon toll, wie schnell man so etwas fertig hat, besonders, da ich hier einfach nur eckige Teile gestrickt habe und außer dem Schlitz und den Verdoppelungen keinerlei Konfektionierung von Schulter oder Halsausschnitt nötig war.



Der blau-schwarze Pullover  ist aus einem relativ dicken Garn gestrickt, einem 50/50 Wolle-Viskose-Gemisch mit einer Lauflänge von 270 m pro 100 g.
Die Vorlage dafür hatte ich in einem der Handarbeitsbücher gefunden, die  seinerzeit  von einem bekannten Kaffeeröster vertrieben wurden.

Zum nächsten Modell wurde ich durch  Gudrun Sjödén inspiriert. Seit  mehr als 20 Jahren bin ich Kundin bei dem schwedischen Versand, u.a. weil ich Ringelshirts mag und weil man bei Gudrun Sjödén immer welche in immer neuen Farbkombinationen bekommen kann, völlig egal, ob sowas gerade modern ist oder nicht.



Natürlich habe ich auch schon Strickwaren aus ihrer Kollektion gekauft aber manchmal gefällt mir dann eine Kleinigkeit nicht so gut oder eine Stickerei ist mir zu viel und dann dient mir solch ein Modell als Ideenquelle
In diesem Fall gefiel mir beim Original die Gestaltung der Ärmel nicht außerdem habe ich alle Bündchen verändert und eine eigene Farbauswahl getroffen.

Der Pullover ist, wie auch der folgende, der bei mir den Namen Stubenfliege trägt, aus ganz normaler 4-fädiger Strumpfwolle gestrickt. 
Früher gab es Strumpfwolle noch in vielen verschiedenen Farben, heute hat man den Eindruck, dass alle Hersteller auf die bunten, selbstmusternden Garne setzten, das ist sicher sehr einträglich, da sie laufend neue Kollektionen herausbringen können und damit immer wieder Kaufanreize schaffen – leider geht das Ganze aber auf Kosten der Unifarben, hier gibt es nur noch ein ziemlich mickriges Angebot.




Heute ist Frühlingsanfang und draußen scheint die Sonne, wenn ich jetzt noch länger warte mit der Präsentation meiner Fäustlinge, aus der Zeitschrift Landlust wird es immer peinlicher.


Der Entwurf ist von Barbara Klur, bei der man auch das Garn kaufen kann, für mich war das eine wunderbare Möglichkeit der Resteverwertung, eine Mischung aus Sockenwolle, schwarzem und weißem Webgarn und lilafarbenem Tweedgarn von Rowan, das bei einem Pullover übrig geblieben war, den mein Mann sich vor Jahren gewünscht hatte. Leider gibt es diesen Pullober nicht mehr, das Tweedgarn muss bei der Wäsche sehr vorsichtig behandelt werden und das haben wir wohl nicht immer so genau beachtet, er wurde immer kleiner und kleiner, bis er völlig verfilzt war.


Montag, 14. Februar 2011

Blaue Hände

Das Rowan Book No 9, enthielt zwei Aran-Pullover, entworfen von Kim Hargreaves, die aus dem damals recht neuen indigogefärbten Baumwollgarn DEN-M-NIT gearbeitet waren.




Für meinen Mann habe ich das Modell Branco nachgestrickt.

 


Im Laufe der Zeit sollte das Gestrick durch das Waschen ausfärben und immer heller werden,
etwa so, wie man es von seinen Jeans kennt.
Auf dem Foto sieht man, dass der fast 20 Jahre alte Pullover noch immer recht dunkel ist, ein Indiz dafür, dass er kaum in der Wäsche war, da mein Mann ihn nie getragen hat, das Teil wog nach Fertigstellung 1,25 kg, so richtig schön fühlte sich das nicht an.

Einen Teil seiner Farbe hat der Pullover dennoch verloren, beim Stricken hatte ich laufend tiefblaue Hände.

Samstag, 12. Februar 2011

Hemslöjden

Von 1980 bis 2002 hatte ich ein Abo der Zeitschrift  Hemslöjden  herausgegeben von der schwedischen Kunsthandwerkervereinigung 

Im Heft 2/1984 war der Pullover  Alfons  abgebildet, den Anna Ferrari für Kalmar Hemslöjd entworfen hatte.
Eine Anleitung gab es nicht, aber es war einfach, ihn nachzustricken.
Ich habe ein Wolle-Seide-Gemisch verarbeitet.







In der Nummer 3/1986 wurden Anna Fjällbäck und Ann Carlqvist vorgestellt. 
Sie färbten merzerisiertes Baumwollgarn im Abbindeverfahren mit Batikfarbe und erreichten damit einen Ikateffekt. 
Einer der daraus gestrickten Pullover gefiel mir so gut, dass ich nicht warten konnte, bis ich irgendwann an das Garn kam, ich habe ihn darum mit normalem einfarbigen Baumwollgarn  und einem entsprechenden Einstrickmuster nachgearbeitet.



Im Jahr darauf habe ich mir in Schweden etwas von dem Garn gekauft, einen Strang habe ich noch wiedergefunden:




Den nächsten Pullover habe ich aus dem Heft 5/1988.
Dieses Mal  war es möglich die Wolle, Bergå Filtgarn, mit Anleitung in Schweden zu bestellen.




Das Muster des Pullovers geht auf Märta Stina Abrahamsdotter zurück, die 1825 bis 1903 in Ångermanland , Nordschweden zu Hause war und dort ihr Leben lang gestrickt hat. Einige ihrer Arbeiten sind bewahrt, sie befinden sich im Länsmuséet Murberget in Härnösand.

Die Taschen auf dem Pullover habe ich weggelassen, da mir die Musterunterbrechung nicht gefiel.





Und jetzt noch etwas Aktuelles, heute schon TAZ gelesen ? 
Wenn die Laterne lila Strümpfe trägt

Mittwoch, 9. Februar 2011

Ältere Arbeiten

Stricken dauert seine Zeit und die beiden Westen, die ich gerade in Arbeit habe sind noch lange nicht fertig.
Darum stelle ich hier nach und nach erst mal ein paar ältere Arbeiten ein, die mir immer noch gut gefallen.

Den Pullover aus Lopi Garn, hatte ich mir 1980 gestrickt, das Bild ist  im gleichen Jahr auf den Faröern aufgenommen, wir waren auf dem Weg nach Island, da wollte man ja passend angezogen sein.
Lopi Garn gab es nur in Naturtönen, für die blaue Kontrastfarbe habe ich damals ungezwirntes dänisches Vorgarn benutzt.


Leider mußte ich den Pullover letztes Jahr wegwerfen, die Motten hatten sich eingenistet. 
Er hatte wohl zu lange unberührt im Schrank gelegen, war einfach zu warm um getragen zu werden.