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Freitag, 15. März 2013

Estnisches Spiralmuster


Die Strickherausforderung für den Monat  März ist bewältigt und hier ist das Ergebnis.



Der Stinkfinger soll meine Stimmung beim Stricken symbolisieren, das hat aber gar nichts damit zu, dass die Aufgabe darin bestand mit "falschen Farben" zu arbeiten, also Farben, die man eigentlich nicht mag, sondern nur damit, dass ich mit dem Muster nicht zurechtkam.

Ich hatte mir vorgenommen, das estnische Spiralmuster beim zweiten Pulswärmer gegenläufig zu arbeiten und habe beim ersten Versuch einfach die Reihenfolge des Vorgehens umgedreht, also  *2 M re, 2 M rechts zusammen, 2 M re, Umschlag*  gestrickt.
                          


Drei Dinge liefen dabei falsch, die einzelnen Maschen wurden viel größer, das Gestrick bildete keine strukturierten Rippen mehr und die zusammengestrickten Maschen sahen schäbig aus. 
Also Ribbeln!
Beim zweiten Versuch habe ich die Maschen rechts verschränkt  zusammen gestrickt und dünnere Nadeln benutzt, Stärke 2 statt 2,5. Die Maschen wurden etwas kleiner, die zusammengestrickte Masche sah gut aus, das Gestrick blieb aber völlig platt und somit unelastisch.


Nach erneutem Ribbeln habe ich dann die betreffenden Maschen links zusammengestrickt. Das ergab zwar auch nicht genau das gewünschte Ergebnis, immerhin kann man die Rippenstruktur jetzt aber erkennen und der Unterschied fällt nicht mehr so stark auf.
Wenn jemand Erfahrung mit dem Estonian Fishtail Pattern in "umgekehrter Richtung" hat, würde ich mich freuen, zu hören,  was ich falsch gemacht habe?


Eigentlich sollte ich jetzt noch probieren, was passiert, wenn ich die Reihenfolge wieder umkehre, ob dann die entsprechenden Teile mit den links zusammengestrickten Maschen besser zueinander passen. Dazu habe ich aber überhaupt keine Geduld mehr, denn die Post brachte mein neues Handstrickprojekt.




Dacapo von Hanne Falkenberg




Ansonsten gibt es wieder mal Hoffnung auf Frühling, langsam tauchen die Krokusse wieder aus dem Schnee auf, in dem sie vor einer Woche verschwunden waren.






Sonntag, 10. März 2013

Stickutmaning März

Die Strickherausforderung für den Monat März hat mit Farbe zu tun, wir sollen etwas in einer Farbe stricken, die wir normalerweise nicht mögen

Ich musste da gar nicht lange überlegen, knallrot, orange und gelb sind Farben, mit denen ich wenig anfangen kann. Ich erinnere mich zwar, dass gelb meine Lieblingsfarbe war, als ich noch klein war, aber spätestens mit Einsetzen der Pubertät wurde blau mein absoluter Favorit. Dabei ist es auch geblieben, blau in allen Schattierungen, als türkis ins grünliche gehend und als lila ins rötliche. Grundsätzlich kann man sagen, dass ich die kalten Farben lieber mag als die warmen. Bei den roten Farbtönen ist es deshalb meist die Pinkskala, die ich benutze.


Diese beiden Knäuel in apfelsine (Regia 4-fädig) und orange (Opal Sockewolle) sind übriggeblieben, als ich die Inka-Jacke nach Marianne Isager auf der Strickmaschine gestrickt habe. Wie man sehen kann, ist sie mittlerweile und endlich fast fertig. Ich muss noch den Reißverschluss einsetzen und dann das Halsbündchen annähen. 




Die Strickherausforderung kam mir also wieder einmal gerade recht. Ich werde ein Paar Pulswärmer im Estonian Fishtail Pattern aus dem Garn stricken. Dieses einfache Farbmuster hat keine Spannfäden und durch die diagonale Rippe, die beim Stricken entsteht, zieht sich das Strickstück gut zusammen. Daher wurde es in Estland auch häufig als Bündchenmuster für Handschuhe und Socken verwendet.



Wer mehr über Strickmuster aus Estland wissen möchte, dem kann ich das Buch Folk Knitting in Estonia von Nancy Bush empfehlen.  Es ist 120 Seiten stark und 1999 bei Interweave Press erschienen.



Nancy Bush beginnt mit einer kleinen Einführung in die Geschichte Estlands und der estnischen Volkskultur.



Es folgen Erklärungen einiger spezieller Stricktechniken und dann genaue Anleitungen für 6 Paar Fingerhandschuhe, 10 Paar Fausthandschuhe und 9 Paar Socken.
Wer sich für das Stricken von Spitzentüchern interessiert, wird hier nicht fündig,  diese Anleitungen gibt es in dem Buch Knitted Lace of Estonia, geschrieben von der gleichen Autorin.


Bei den oben abgebildeten Handschuhen kann man das Bündchen im Fischschwanzmuster ganz gut erkennen.



Für meine Pulswärmer habe ich 54 Maschen mit Nadelstärke 3 angeschlagen und alle 4 Reihen die Farbe gewechselt.
Es gibt zwei verschiedene Varianten des Musters, die sich aber kaum unterscheiden.
In beiden Fällen muss sich die Maschenzahl durch 6 teilen lassen, dann strickt man entweder

*2 M re, Umschlag, 2 M re, 2 M rechts zusammen*  
                            oder 
*2 M re, Umschlag, 2 M re, 2 M links zusammen*

Diese Abfolge wird jeweils einfach immer wiederholt, dabei können Farben natürlich beliebig eingesetzt werden.



Donnerstag, 1. November 2012

Hand und Fuß



Auch wenn das Wetter mittlerweile wieder etwas milder ist, der Winter kommt bestimmt und warme Socken und Pulswärmer werden helfen, die Kälte fernzuhalten.




Die Anleitung für die Pulswärmer habe ich  dem Buch Sticka, flerfärgstickning me lyfta maskor  von Madelaine Jansson und Lotta Bengtson entnommen.
Im Mai hatte ich dieses kleine Buch vorgestellt und ein Probstück gestrickt, jetzt habe ich aus etwas Rest-Sockengarn die muddar nachgearbeitet. Ich habe mit Nadelstärke 2,5 nur 28 g Garn gebraucht.




Das Stricken mit Hebemaschen hat wunderbar funktioniert, man arbeitet pro Reihe nur mit einer Farbe, hier wird ein ganz einfaches Muster benutzt, es werden jjeweils nur  
3 Maschen gestrickt und 1 Masche wird ungestrickt auf die rechte Nadel "gehoben" (lyfta). Dadurch, dass man jeweils eine Runde rechts und die andere links strickt, entsteht das leichte Strukturmuster.








Die Socken sind aus Punto von Lana Grossa Meilenweit und auch mit Nadelstärke 2,5 gestrickt.




Für den Rand habe ich wieder etwas von meinem Restgarn verbrauchen können.