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Dienstag, 23. Juni 2015

Norwegen


Wir sind wieder zurück von einer 14-tägigen Urlaubsreise nach Norwegen, die aber in Schweden begann, da ich die Gelegenheit einer Fahrt Richtung Norden nutzen wollte, um in Sunne im Värmland bei Karin Myrehed ein paar Einkäufe zur Erweiterung meines Damastwebstuhls zu machen.


Da meine Damasteinrichtung ein Selbstbau ist, war es sehr interessant zwei Webstühle mit der Myrehed Dragrustning zu sehen, am linken Webstuhl war sogar die dragrustning in Kombination mit dem harnesktillsats montiert.


Beschwert mit 700 Gewichten à 60 g und diversen Kleinigkeiten ging die Fahrt weiter nach Norden,


über das schwedische Hochland


mit reichlich Rentierbegegnungen


schließlich ins norwegische Røros.


Røros  ist eine alte Bergstadt in der seit dem 17. Jahrhundert Kupfererz abgebaut wurde, viele alte Bauten sind dort noch heute erhalten. Erst 1977 wurde der Bergbau stillgelegt.



In der Altstadt liegt eine recht großes Husflid-Geschäft. Die Husflid-Vereinigung entspricht in etwa dem schwedischen Hemslöjd Zusammenschluss, es handelt sich in beiden Fällen um Interessensgemeinschaften zur Beförderung des Kunsthandwerks.


Hier habe ich ein interessantes Webbuch gefunden,
Åklær, å kle ei seng, å veve et åkle von Anne Grete Sandstad.
Es geht dabei um Bettdecken, die aus Fell und einem gewebten Stoff bestehen. Diese Art Decken waren nicht nur in Norwegen sondern auch in Nordschweden weit verbreitet.



Das Buch hat 191 Seiten und ist 2002 erschienen. Neben einem historischen Teil zeigt es zahlreiche Webmuster zum Nachweben.


Wir haben früher oft in Norwegen Urlaub gemacht und die Reise sollte auch noch einmal viele schöne Erinnerungen wachrufen.


Das hat nicht immer ganz so geklappt, wie wir uns das vorgestellt haben, die Passagiere von insgesamt drei Kreuzfahrtschiffen auf dem Geirangerfjord haben den kleinen Ort derart überflutet, dass wir nur noch, ohne überhaupt einmal anzuhalten, die Flucht ergriffen haben.


In den Tälern war der Frühsommer schon eingezogen,

Stabkirche von Lom
auf den Höhen aber sah es ganz anders aus.


Aufstieg zum Dalsnibba


bei immer schlechter werdendem Wetter.


Jotunheimen Hochstraße


die Seen tauen langsam vom Rand her auf und sind nur dadurch überhaupt erst als solche zu erkennen.


So früh im Jahr waren wir noch nie in Norwegen gewesen, aber Mitte Juni hatten wir nicht mehr mit soviel Schnee gerechnet, wie hier zum Beispiel am Aurlandsfjord.


Auch auf mittlerer Höhe fangen die Bäume erst langsam an sich zu begrünen.


Auf unseren bisherigen Norwegenreisen haben wir nie in der alten Hafenstadt Bergen halt gemacht, ihr Ruf als regenreichste Stadt des Landes hatte uns immer abgeschreckt.


In diesem nassen und kalten Juni aber hatten wir ausgerechnet dort schönes sonniges Wetter.

Tyska Bryggan, Innenhof



Nach dem Stadtbesuch haben wir den Abend auf einem Campingplatz an der Westküste verbracht,


um danach wieder ins Landesinnere zurück zu fahren.


Fischzucht am Hardangerfjord


Uvdal mit alten Gebäuden und Stabbur, einem alten norwegischen Speicher zum Aufbewahren von Lebensmitteln.


Die meisten der vielen, vielen Tunnels in Norwegen sind recht dunkel und man sieht den roh behauenen Fels, aber auf der Hardanger Hochstraße tauchten wir zwischendurch kurz ins Blaue ein.


Über das Numedal ging es langsam zurück nach Schweden ins Dalsland, einem beliebten Paddelrevier.


Hier die Schleuse von Gustavfors, die wir bisher hauptsächlich vom Kajak aus kannten.


Bei strömendem Regen habe ich dann noch ein paar Fotos von den Felszeichnungen in Tanum gemacht. Ich möchte gerne einige davon als Damastmuster verwenden.



Und der Regen ließ den ganzen Tag nicht nach, so dass die ganzen schönen Aussichten an der schwedischen Westküste, wie hier Fjällbacka, nebelverhangen wirkten.



Da nicht mit besserem Wetter zu rechnen war, haben wir die Reise etwas abgekürzt und sind ohne großen Aufenthalt quer durchs Land Richtung Ostküste nach Hause gefahren. Die Entscheidung war tatsächlich nicht falsch, seit Mittsommer sind wir wieder zu Hause aber Sommerwetter ist nicht in Sicht. 
Es regnet und regnet und regnet - aber beim Weben stört das nicht weiter :-))


Montag, 29. Oktober 2012

Shoppingtour in Växjö



Meinem letzten Post konnte man ja schon entnehmen, dass wir kürzlich in Växjö waren, wir mussten ein paar Besorgungen in größeren Baumärkten machen aber erfreulicherweise blieb genug Zeit übrig, um auch die Innenstadt und ein paar Second Hand Läden aufzusuchen.

Zuerst war ich wieder einmal auf der Suche nach Wolle für den „Mittelalterpullover“ aber leider bin ich auch in Växjö nicht fündig geworden, dafür habe ich bei Umbra Stickspår ein paar hübsche muddar  von edursdotter gefunden.
 



Der Handarbeitsladen ist vor einiger Zeit in die Blända Passage umgezogen, dort aber leicht zu finden durch diese nett umstrickte Schubkarre. 






Auch einige Stufen der Feuerleiter an der Wand neben dem Geschäft bekamen einen wärmenden Überzug.



Am anderen Ende von Bländapassagen liegt Änglabacken, ein kleiner Laden mit lauter schönen Dingen, die man eigentlich nicht braucht. Schon im letzten Sommer habe ich mir da eine kleine Zinklaterne gekauft, und dieses Mal bin ich mit diesem Teil der dänischen Firma  Ib Laursen nach Hause gekommen.



Das selbstgemachte Lavendelsträußchen hat mir vor ein paar Tagen eine Bekannte als Gastgeschenk mitgebracht.





In der dunklen Jahreszeit kann man ja gar nicht genug Lichtquellen haben und darum habe ich mich über dieses große, alte Einmachglas gefreut, dass ich bei unserem Loppisrundgang billig bekommen konnte.




Aber es gab noch mehr gute Loppisfunde, diese gusseiserne, emaillierte Schale mußte ich unbedingt haben.




In den Boden ist "Klafreström" eingestempelt, wahrscheinlich wurde die flache Schüssel von Klafreströms Stålgjuteri hergestellt, eine alte Firma, die immer noch existiert und gar nicht so weit von uns weg in Klavreström liegt.




Zu unseren Loppisfunden gehört auch noch ein kleiner Beistelltisch, mit einer praktischen Schublade an der Schmalseite, der genau zu meiner Leseecke passte und jetzt nur noch weiß gestrichen werden muss.






Und diese völlig unbenutzen Handkarden von Glimakra die nur 20 Kronen gekostet haben konnte ich einfach nicht liegen lassen, obwohl ich nicht glaube, dass ich sie jemals benutzen werde. Meine Karden in Deutschland und auch meine Kardiermaschine dort, habe ich jedenfalls seit Jahren nicht mehr in Betrieb gehabt.



Dass diese teuren Webutensilien für so wenig Geld angeboten werden, ist für mich unfassbar. Gestern hat Heike noch über den günstigen Loppiskauf einer Garnwinde berichtet.  Manchmal hat es wohl auch etwas damit zu tun, dass viele gar nicht mehr wissen, was sie da eigentlich verkaufen, wir wurden jedenfalls an der Kasse gefragt, um was es sich bei den Dingern eigentlich handelt und was man damit macht.


Wir sind bei diesen Loppisläden fündig geworden:

Emmaus, Storgatan 14
Erikshjälpen, Smedjegatan 5
Mötesplats Dackekupan, Arabygatan 31


Samstag, 27. Oktober 2012

Rosa Bandet - Das rosa Band

Wie in jedem Oktober kann man in Schweden wieder in allen möglichen Geschäften für
25 Kronen ein kleines rosafarbenes Bändchen zum Anstecken kaufen.

Der Erlös aus der Rosa Bandet - Kampange, die vor 10 Jahren gestartet wurde, geht abzüglich des Herstellungspreis von ca. 1,50 Kronen an den Cancerfonden, und dient dort der Finanzierung der Forschung zur Bekämpfung von Brustkrebs. 





Jedes Jahr wird Rosa Bandet von anderen Designern gestaltet, diesesmal wurde das Muster von den drei Schwestern entworfen, die die Modemarke Dagmar gegründet haben.
Neben dem Erlös aus dem Verkauf des Bandes werden in der Kampagnezeit auch in vielen Geschäften Waren angeboten, sog. rosa Produkte, bei denen ein gewisser Prozentsatz des Verkaufspreises an den Cancerfond abgeführt wird. so u.a. bei der Supermarktkette ICA  und natürlich hat auch House of Dagmar eine exklusive Rosa Bandet-Kollektion im Angebot.



 



Da wollte wohl auch das, übrigens sehr empfehlenswerte Café Askelyckan in Växjö mithalten, dort wird zurzeit ein "bröstbakelse", also ein  Brustgebäck angeboten, bei dessen Verkauf  jeweils 2 Kronen dem Brustkrebsfond zugute kommen.