Sonntag, 31. Oktober 2021

Der zweite Schal

 

 Der zweite Schal in Gerstenkornbindung mit Farberflechtung ist fertig geworden.

 

 

Im vorherigen Post hatte ich ihn ja schon mit zwei Bildern angekündigt. 

 

 

Auch bei diesem Schal kann man wieder sehen, dass sich das Muster, das nach dem Waschen zu sehen sein wird, am Webstuhl bestenfalls erahnen lässt.


 

Die Musterung wirkt auf einer Seite längsgestreift  und auf der anderen Seite quergestreift, solche Effekte gefallen mir immer besondes gut :-)


 

Hier kann man noch einmal die beiden Schals nebeneinander sehen.


 

Als Material für den zweiten Schal habe ich wieder Baumwolle 8/2 eingesetzt, in diesem Fall ist sie aber nicht mercerisiert.
 

 

 

 

Donnerstag, 30. September 2021

Mustertücher und Schal in Gerstenkornbindung mit Farbverflechtung


 

Im Mai dieses Jahres habe ich eine Kette abgelängt, um wieder einmal Mustertücher nach einer Anleitung aus Jane Staffords Online Webkurs nachzuarbeiten.

 

 

Gewebt habe ich die insgesamt 7 Mustertücher auf meinem 8-schäftigen Viktoria Tischwebstuhl von Glimåkra, den wir mittlerweile mit  8 Tritten ausgerüstet haben.



Tatsächlich brauchte ich nur 4 Schäfte für dieses Gewebe, da es sich aber um verschiedene Gerstekornbindungen und Scheindreher handelte, war es praktisch gleich alle 8 Tritte anzubinden, um nicht immer wieder umknoten zu müssen, wenn die Bindung gewechselt wurde.

 

Zusätzlich handelte es sich um Muster mit verschiedenen Farbverflechtungen, das kann man hier gut an dem aufgerollten Stoff erkennen. Dieses erste Stück ist in Leinwandbindung gewebt und zeigt die typischen Musterungen des Farberflechtungseffekts. 


 

Für Kette und Schuss habe ich Cottolin in schwarz und weiß eingesetzt mit lindgrün zur Abgrenzung der einzelnen Musterblöcke. Gewebt habe ich mit 6 Fäden pro Zentimeter.



Hier kommt nun ein Überblick über einen Teil der so entstandenen Mustertücher.
 





Die Anzahl interessanter  Mustern ist so groß, dass es mir schwer fiel, mich zu entscheiden, welches Design ich mir für einen ersten Schal aussuchen sollte.


 

Schließlich habe ich mir das Muster oben rechts ausgesucht. Erst nach der Wäsche wird die reizvolle Schiefstellung der weißen Details deutlich.  

 


Das ist das Faszinierende bei diesen Mustern, wenn sich das Gewebe entspannt und dann durch die Wäsche noch schrumpft entsteht ein völlig neuer Eindruck. Auf dem Webstuhl kann man das Endergebnis also noch gar nicht richtig beurteilen. 

 

Diesen ersten Schal habe ich mit mercerisierter Baumwoll 8/2 gewebt.

Die mercerisierte Baumwolle ist glatter und hat dadurch einen schönen Glanz, der einzelne Faden ist daher aber auch nicht so weich wie die normale Baumwolle 8/2. Deshalb habe diese nicht behandelte Baumwolle für die Kette  meines zweiten Schals genommen und bin nun gespannt, ob dieser griffiger wird.


Als Muster habe ich dieses Mal das dritte von rechts in der untersten Reihe des gewaschenen Musterlappens gewählt. Hier erkennt man wieder, dass es einen großen Unterschied im Erscheinungsbild gibt, je nachdem, ob das Gewebe noch gespannt auf dem Webstuhl liegt oder sich alle Fäden frei entspannt verschieben können.







Samstag, 28. August 2021

Kleiner Bildwebrahmen, selbstgebaut.

Die amerikanische Firma Mirrix hat vor kurzem einen neuen, kleinen Bildwebrahmen herausgebracht, den Saffron Pocket Loom

 https://mirrixlooms.com/


Einfacher kann man einen kleinen, transportablen Bildwebrahmen mit Kettspannmöglichkeit wohl kaum machen und da die Firma Mirrix weder in Deutschland noch in Schweden Wiederverkäufer hat, lag die Idee nahe, einen solchen Rahmen selbst zu bauen.

Etwas Holz, eine Gewindestange, Unterlegscheiben, drei Muttern, eine Flügelmutter und ein paar Metallstifte waren schnell zur Hand.

 


Zusammengeschraubt sieht der Eigenbau dann so aus:

 


Die M10 - Gewindestange, die wir noch im Vorrat hatten, ist 42 cm lang und damit länger, als es für kleine Bilder nötig wäre, so kann ich aber, wenn ich möchte, auch ein längeres Bild weben. Wenn ich den Rahmen unterwegs nutzen möchte, werde ich einfach eine kürzere Stange einschrauben, weil das für den Transport praktischer ist.


 

 

Die Holzteile sind Buchenreste, 110 x 35 x 20 mm, darauf sind je 25 Bohrungen angebracht, in die wir kleine Metallstifte eingeklebt haben, die etwa 1 cm herausstehen. Spannt man die Kette fortlaufend um diese Stifte, ergibt das eine Einstellung von ca. 4 Fäden/cm.

 


 Die erste Bewährungsprobe hat der kleine Rahmen schon hinter sich.


 

Oben habe ich direkt hinter der Stiftereihe eine kleine 2,5er Strumfstricknadel eingelesen und dann beidseitig befestigt, damit sie nicht verrutscht oder rausfällt. Das ist ausreichend, um ein offenes Fach zu erziehlen, das Gegenfach muss man allerdings immer wieder neu einlesen.

 

 

Solche Tipps und natürlich viele, viele mehr sind in Rebecca Mezoffs umfangreichen, neuem Buch The Art of Tapestry zu finden, Storey Publishing, 2020, 306 Seiten.